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Diese Tormaschinen laufen noch nicht rund

Was Sie vor dem zweiten WM-Spieltag wissen müssen – wir haben in den Statistiken gewühlt.

mro
13 WM-Spiele, drei Tore. Kann Cristiano Ronaldo zulegen?
13 WM-Spiele, drei Tore. Kann Cristiano Ronaldo zulegen?
Keystone

Am Freitag geht die Weltmeisterschaft so richtig los. Nachdem das Spieleraufgebot des Eröffnungsspiels eher bescheiden war, gibt es heute Spieler wie Cristiano Ronaldo und Andrés Iniesta zu bestaunen, wenn Portugal und Spanien aufeinandertreffen. Dazu Uruguay gegen Ägypten und der Iran gegen Marokko. Was es dabei zu beachten gilt und welche Statistiken überraschen, das sehen Sie hier.

Mohamed Salah

Spielt er, oder spielt er nicht?

Mohamed Salah ist in Ägypten so etwas wie ein Heiligtum. Und wehe, man besudelt es! Dann läuft ein Land Sturm, dann wird einem mit Klagen gedroht, dann ist man Staatsfeind. Der Spanier Sergio Ramos weiss das, hat er doch Salah im Final der Champions League so gelegt, dass sich dieser an der Schulter verletzte und lange fraglich war. Seither vergeht kein Tag ohne Meldung über den ehemaligen Basler. Ein Anwalt will Ramos verklagen; Salah spielt nicht, Salah posiert mit einem tschetschenischen Autokraten, Salah spielt doch. Viel schlauer sind wir im Moment noch nicht. Am Mittwoch verbreitete der Trainer Héctor Cúper Zuversicht: «Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, wird er spielen.»

Das Foul, das Ägypten Sorgen bereitete. Video: SRF

Die Torgaranten

Oder doch nicht?

Apropos Mohamed Salah. Mit ihm, Cristiano Ronaldo, Edinson Cavani und Luis Suarez greifen vier der besten zehn Torschützen Europas der vergangenen Saison bereits am zweiten Spieltag ins Geschehen ein. So sehr die vier Stürmer bei ihren Vereinen für die personifizierte Torgefahr stehen, so bescheiden waren sie bisher an Weltmeisterschaften unterwegs. Salah, Ronaldo, Cavani und Suarez erzielten in ihren Clubs insgesamt 101 Ligatore. Die WM-Ausbeute: zehn Tore, erzielt in 31 Spielen. Zum Vergleich: WM-Topskorer Miroslav Klose kommt auf 16 Tore in 24 Partien. Zeit also für die vier, aufzuholen.

Bei Real eine Garantie für Tore, an Weltmeisterschaften bisher weniger: Cristiano Ronaldo

Ramos vs. Ronaldo

Wenn zwei Alphatiere aufeinandertreffen

Und auch Sergio Ramos kommt nochmals zum Zug: Dieser ist berühmt-berüchtigt, gefühlt jeder Stürmer in Europa hat sich schon einmal mit ihm gestritten. Der spanische Innenverteidiger scheut keinen Zweikampf und keine Diskussion und ist stets der Erste, der sich in die Rudelbildungen auf dem Platz stürzt. Das wird er als Captain auch gegen Portugal tun. Und dabei zwangsläufig auf einen anderen Captain treffen: Cristiano Ronaldo. Wie weit wird Ramos gehen? Wird er sich zurückhalten, wenn der Gegner der Superstar seines Teams ist? Wohl kaum, alles für den Sieg, Real Madrid kann warten. Aber Ronaldo kann beruhigt sein, im Notfall ist ja Bösewicht Pepe da, der seinen Captain sicher gerne tatkräftig unterstützt.

Portugal

Das Land der Trainer

Sechs Mannschaften stehen am Freitag also im Einsatz. Auf einen Trainer aus den eigenen Gefilden vertrauen nur deren drei: Portugal, Spanien und Uruguay. Die anderen drei Mannschaften versuchen ihr Glück mit einem Europäer. So kommt es, dass am zweiten WM-Spieltag zwei portugiesische Trainer an der Seitenlinie stehen. Fernando Santos bei Portugal und Carlos Queiroz beim Iran. Dazu Héctor Cúper bei Ägypten, der einer von gleich fünf argentinischen WM-Trainern ist neben Jorge Sampaoli (Argentinien), Juan Antonio Pizzi (Saudiarabien), Ricardo Gareca (Peru) und José Pekerman (Kolumbien)

66 WM-Spiele

Die alten Hasen aus Uruguay

Für die Spieler aus Ägypten und Marokko ist die Weltmeisterschaft komplettes Neuland. Noch kein Akteur der beiden Mannschaften stand je an einer WM-Endrunde im Einsatz. Anders sieht es bei den vier Teams aus, die neben den beiden nordafrikanischen Ländern am Freitag in die WM starten. Spitzenreiter ist dabei Uruguay. Die Südamerikaner weisen zusammen schon 66 WM-Einsätze auf (daraus neun Tore). Es folgen Spanien mit 52 (zwei Tore) und Portugal mit 32 (drei Tore). Der Iran kommt immerhin auf 20 Einsätze und ein Tor. Die zwei spanischen Tore wurden übrigens beide von Andrés Iniesta erzielt, die drei portugiesischen von Cristiano Ronaldo.

Der 100er-Club

Noch ein paar alte Hasen

Stephan Lichtsteiner gehört neuerdings dazu, zum Club der 100er, jener Spieler, die bereits hundert oder mehr Länderspiele absolviert haben. Das haben vor ihm nur drei Spieler geschafft. Das Team aus Uruguay hat dafür ein müdes Lächeln übrig. Allein aus dem aktuellen WM-Kader kommen vier Spieler auf mehr als 100 Einsätze, Fernando Muslera (97) und Luis Suárez (98) werden die hundert zudem während der WM vollmachen. Bei den Spaniern sind es ebenfalls vier Akteure, bei den Portugiesen zwei. Und bei Ägypten, da steht der Mann, der mit 158 die meisten Länderspiele-Einsätze aufweist: Essam El-Hadary.

Iran vs. Marokko

Das Duell der Chancenlosen

In kaum einer Gruppe sind die Rollen so klar verteilt wie in der Gruppe B. Spanien, Portugal, der Iran, Marokko – für die zwei iberischen Mannschaften käme ein Ausscheiden einer Blamage gleich, schliesslich gewannen sie die drei letzten Europameisterschaften. Dem Iran und Marokko bleiben da wohl nur die Zuschauerrollen. Die Vergangenheit spricht für die Afrikaner. Beide Teams nahmen schon an vier Weltmeisterschaften teil, Marokko schaffte es einmal in den Achtelfinal und holte total elf Punkte. Und der Iran? Er holte seinen einzigen Sieg an einer WM 1998 gegen die USA. Und gewann danach dank seinem vorbildlichen Verhalten trotz des andauernden Konflikts zwischen den beiden Nationen den Fifa-Fairplay-Preis.

Vor vier Jahren qualifizierte sich das Team mit seinem argentinischen Coach José Pékerman souverän für die Viertelfinals: vier Spiele, vier Siege, 11:2 Tore. Endstation bedeutete Brasilien (1:2). Mindestens unter die besten acht Mannschaften soll es auch in Russland reichen – und ganz so abwegig ist dieses Ziel nicht. Für Qualität stehen Spieler wie James (Bayern), Juan Cuadrado (Juventus), Falcao (Monaco), Cristian Zapata (Milan) und Luis Muriel (Sevilla).
Vor vier Jahren qualifizierte sich das Team mit seinem argentinischen Coach José Pékerman souverän für die Viertelfinals: vier Spiele, vier Siege, 11:2 Tore. Endstation bedeutete Brasilien (1:2). Mindestens unter die besten acht Mannschaften soll es auch in Russland reichen – und ganz so abwegig ist dieses Ziel nicht. Für Qualität stehen Spieler wie James (Bayern), Juan Cuadrado (Juventus), Falcao (Monaco), Cristian Zapata (Milan) und Luis Muriel (Sevilla).
Fernando Vergara, Keystone
Subasic (Monaco), Lovren (Liverpool), Rakitic (Barcelona), Modric (Real), Kovacic (Real), Brozovic, Perisic (beide Inter), Kramaric (Hoffenheim), Kalinic (Milan), Mandzukic (Juventus), Rebic (das ist der, der den deutschen Cupfinal gegen Bayern mit seinen Sprinteinlagen entschied / Frankfurt): Die Kroaten versammeln ganz viel Talent. Das macht sie in der stark besetzten Gruppe D (mit Argentinien, Island, Nigeria) zu einem Anwärter auf einen der zwei Topplätze.
Subasic (Monaco), Lovren (Liverpool), Rakitic (Barcelona), Modric (Real), Kovacic (Real), Brozovic, Perisic (beide Inter), Kramaric (Hoffenheim), Kalinic (Milan), Mandzukic (Juventus), Rebic (das ist der, der den deutschen Cupfinal gegen Bayern mit seinen Sprinteinlagen entschied / Frankfurt): Die Kroaten versammeln ganz viel Talent. Das macht sie in der stark besetzten Gruppe D (mit Argentinien, Island, Nigeria) zu einem Anwärter auf einen der zwei Topplätze.
Antonio Bat, Keystone
Gary Lineker wunderte sich unlängst, wie es die Schweizer auf Platz 6 der Weltrangliste geschafft haben. Er hat vermutet, sie würden viele einfache Testspiele in ihr Programm einbauen, um zu punkten. So ist das mit dem früheren Nationalstürmer, der eine BBC-Grösse ist: Auch er erzählt manchmal Blödsinn. Was aber an einem nichts ändert: Die Schweiz liegt vor Frankreich, vor Spanien, zwei der WM-Favoriten. Ein Ausscheiden nach den Gruppenspielen wäre eine bittere Enttäuschung.
Gary Lineker wunderte sich unlängst, wie es die Schweizer auf Platz 6 der Weltrangliste geschafft haben. Er hat vermutet, sie würden viele einfache Testspiele in ihr Programm einbauen, um zu punkten. So ist das mit dem früheren Nationalstürmer, der eine BBC-Grösse ist: Auch er erzählt manchmal Blödsinn. Was aber an einem nichts ändert: Die Schweiz liegt vor Frankreich, vor Spanien, zwei der WM-Favoriten. Ein Ausscheiden nach den Gruppenspielen wäre eine bittere Enttäuschung.
Peter Klaunzer, Keystone
2002 erreichte Senegal sensationell den Viertelfinal. Auch diesmal ist der Auswahl eine Überraschung zuzutrauen. Die Mischung aus Kraft und Schnelligkeit passt. In der Abwehr verteidigt Hüne Kalidou Koulibaly von Napoli, vorne flitzt Liverpools Sadio Mané (rechts).
2002 erreichte Senegal sensationell den Viertelfinal. Auch diesmal ist der Auswahl eine Überraschung zuzutrauen. Die Mischung aus Kraft und Schnelligkeit passt. In der Abwehr verteidigt Hüne Kalidou Koulibaly von Napoli, vorne flitzt Liverpools Sadio Mané (rechts).
Antonio Bat, Keystone
Javier «Chicharito» Hernandez lud am 1. Juni zu seinem 30. Geburtstag. Die Mannschaft erschien – und soll laut Medienberichten wild gefeiert haben, unter anderem mit 30 Prostituierten. Torjäger Chicharito dementierte, es sei keine Orgie gewesen, sondern ein harmloses Fest. Feiern jedenfalls können die Mexikaner. Und ihr Team ist ziemlich erfahren. Rafael Marquez, 144 Länderspiele, bestreitet seine fünfte WM. Der 39-Jährige mit grosser Vergangenheit bei Barcelona hat aber wegen übler Geldwäsche- und Mafiageschichten auch massive Probleme mit US-Drogenfahndern. Ihm droht lebenslange Haft. In Russland ist er sicher vor der Justiz.
Javier «Chicharito» Hernandez lud am 1. Juni zu seinem 30. Geburtstag. Die Mannschaft erschien – und soll laut Medienberichten wild gefeiert haben, unter anderem mit 30 Prostituierten. Torjäger Chicharito dementierte, es sei keine Orgie gewesen, sondern ein harmloses Fest. Feiern jedenfalls können die Mexikaner. Und ihr Team ist ziemlich erfahren. Rafael Marquez, 144 Länderspiele, bestreitet seine fünfte WM. Der 39-Jährige mit grosser Vergangenheit bei Barcelona hat aber wegen übler Geldwäsche- und Mafiageschichten auch massive Probleme mit US-Drogenfahndern. Ihm droht lebenslange Haft. In Russland ist er sicher vor der Justiz.
Rebecca Blackwell, Keystone
Der Star der Auswahl heisst Robert Lewandowski, er ist der Captain und ein Torgarant. In der Amtszeit von Trainer Adam Nawalka erzielte der Bayern-Stürmer in 37 Spielen 37 Treffer. Für Verbandspräsident Zbigniew Boniek besteht Polens Team aber nicht nur aus Lewandowski: «Wir haben einen guten Torhüter, eine starke Abwehr, ausgezeichnete Flügel – und wir haben einen Trainer, der es hingebracht hat, dass wir als Einheit funktionieren.» Boniek erwartet, dass Polen mindestens den Achtelfinal erreicht. Und in Zukunft regelmässig an grossen Turnieren dabei ist.
Der Star der Auswahl heisst Robert Lewandowski, er ist der Captain und ein Torgarant. In der Amtszeit von Trainer Adam Nawalka erzielte der Bayern-Stürmer in 37 Spielen 37 Treffer. Für Verbandspräsident Zbigniew Boniek besteht Polens Team aber nicht nur aus Lewandowski: «Wir haben einen guten Torhüter, eine starke Abwehr, ausgezeichnete Flügel – und wir haben einen Trainer, der es hingebracht hat, dass wir als Einheit funktionieren.» Boniek erwartet, dass Polen mindestens den Achtelfinal erreicht. Und in Zukunft regelmässig an grossen Turnieren dabei ist.
Leszek Szymanski, Keystone
Geben wir es zu: Es sind vor allem patriotische Gründe, dass Serbien in einer schwächeren Kategorie platziert ist als die Schweiz. Aber auch der Trainerwechsel nach erfolgreicher Qualifikation wirft Fragen auf. Offenbar diktiert der Verband dem Trainer, wen er einsetzen soll. Das ist im aktuellen Fall von Milinkovic-Savic (Lazio) kein Qualitätsproblem. Aber es kann eines werden für die Teamhygiene.
Geben wir es zu: Es sind vor allem patriotische Gründe, dass Serbien in einer schwächeren Kategorie platziert ist als die Schweiz. Aber auch der Trainerwechsel nach erfolgreicher Qualifikation wirft Fragen auf. Offenbar diktiert der Verband dem Trainer, wen er einsetzen soll. Das ist im aktuellen Fall von Milinkovic-Savic (Lazio) kein Qualitätsproblem. Aber es kann eines werden für die Teamhygiene.
Dominik Angerer, Keystone
Einen Star haben auch die Südkoreaner: Heung-Min Son von Tottenham. Dumm ist nur, dass er ihnen nicht reicht, um die Gruppenphase zu überstehen. Der 4. Platz an der Heim-WM 2002, erreicht dank der strengen Hand von Coach Guus Hiddink und der Gnade der Schiedsrichter, bleibt unerreicht.
Einen Star haben auch die Südkoreaner: Heung-Min Son von Tottenham. Dumm ist nur, dass er ihnen nicht reicht, um die Gruppenphase zu überstehen. Der 4. Platz an der Heim-WM 2002, erreicht dank der strengen Hand von Coach Guus Hiddink und der Gnade der Schiedsrichter, bleibt unerreicht.
Lee Jin-man, Keystone
Als die Dänen 1998 mit dem Einzug in den Viertelfinal ihr bestes WM-Ergebnis erzielten, war Christian Eriksen gerade sechsjährig. Heute ist der Mann von Tottenham der grosse Hoffnungsträger. Dass es Dänemark überhaupt nach Russland schaffte, ist vor allem auch sein Verdienst: In der Barrage steuerte er drei Tore zum 5:1 in Irland bei.
Als die Dänen 1998 mit dem Einzug in den Viertelfinal ihr bestes WM-Ergebnis erzielten, war Christian Eriksen gerade sechsjährig. Heute ist der Mann von Tottenham der grosse Hoffnungsträger. Dass es Dänemark überhaupt nach Russland schaffte, ist vor allem auch sein Verdienst: In der Barrage steuerte er drei Tore zum 5:1 in Irland bei.
Ricardo Ramirez, Keystone
Es war der Sportminister, der die Botschaft verkündete: Um zwei Uhr morgens kam die Regierungssicht auf Mohamed Salahs Verletzung im Final der Champions League: Der Star werde an der WM fit sein – ein Land atmete auf. Erfolge des Nationalteams können das politisch zerrissene Land kurz kitten. Und keiner trägt mehr Träume seiner Landsleute auf den schmalen Schultern als Liverpools Goalgetter Salah.
Es war der Sportminister, der die Botschaft verkündete: Um zwei Uhr morgens kam die Regierungssicht auf Mohamed Salahs Verletzung im Final der Champions League: Der Star werde an der WM fit sein – ein Land atmete auf. Erfolge des Nationalteams können das politisch zerrissene Land kurz kitten. Und keiner trägt mehr Träume seiner Landsleute auf den schmalen Schultern als Liverpools Goalgetter Salah.
Sunday Alamba, Keystone
Eine WM ohne Italien, Holland, Chile und die USA? Und dann noch ohne Zlatan Ibrahimovic? Geht gar nicht! Leider hat Trainer Janne Andersson das Comeback des Altstars im Nationalteam verhindert. Obwohl seine Auswahl in der Offensive farblos daherkommt. Ordentlich organisiert aber sind die Schweden.
Eine WM ohne Italien, Holland, Chile und die USA? Und dann noch ohne Zlatan Ibrahimovic? Geht gar nicht! Leider hat Trainer Janne Andersson das Comeback des Altstars im Nationalteam verhindert. Obwohl seine Auswahl in der Offensive farblos daherkommt. Ordentlich organisiert aber sind die Schweden.
Vassil Donev, Keystone
Das mittelmässig besetzte Team bereitet Sorgen. Schlechte Resultate, schwache Auftritte, keine erkennbare Strategie – das gibt auch Russlands Präsident Wladimir Putin zu denken. Er sagt: «Wir erwarten, dass die Mannschaft mit Würde spielt und bis zum Ende kämpft.» Das Ende könnte trotz relativ angenehmer Auslosung früh kommen. Und es wäre gar eine Sensation, würde Russland den Viertelfinal erreichen.
Das mittelmässig besetzte Team bereitet Sorgen. Schlechte Resultate, schwache Auftritte, keine erkennbare Strategie – das gibt auch Russlands Präsident Wladimir Putin zu denken. Er sagt: «Wir erwarten, dass die Mannschaft mit Würde spielt und bis zum Ende kämpft.» Das Ende könnte trotz relativ angenehmer Auslosung früh kommen. Und es wäre gar eine Sensation, würde Russland den Viertelfinal erreichen.
Pavel Golovkin, Keystone
20 Jahre lang war Marokko nur WM-Zuschauer. Diesmal gelang die Qualifikation überzeugend, mit 11:0 Toren in einer Gruppe mit der Elfenbeinküste. Benatia (Juve) ist ein stabiler Innenverteidiger, dazu kommen mit Belhanda (Galatasaray) und Ziyech (Ajax) quirlige Offensiv-Dribbler. Zum Problem könnte der Goalie werden: Mohamedi (Numancia) ist in der 2. Liga Spaniens Ersatz.
20 Jahre lang war Marokko nur WM-Zuschauer. Diesmal gelang die Qualifikation überzeugend, mit 11:0 Toren in einer Gruppe mit der Elfenbeinküste. Benatia (Juve) ist ein stabiler Innenverteidiger, dazu kommen mit Belhanda (Galatasaray) und Ziyech (Ajax) quirlige Offensiv-Dribbler. Zum Problem könnte der Goalie werden: Mohamedi (Numancia) ist in der 2. Liga Spaniens Ersatz.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Bevor die Isländer 2016 an die EM reisten, waren sie normale Fussballer. «Jetzt sind sie jedermanns Helden», sagt Heimir Hallgrimsson. Der Coach des kleinsten Landes, das sich je für eine WM qualifiziert hat, baut auf die gleichen Spieler wie damals. Und das aus einem einfachen Grund: Es gibt kaum andere, die für seine Auswahl infrage kommen.
Bevor die Isländer 2016 an die EM reisten, waren sie normale Fussballer. «Jetzt sind sie jedermanns Helden», sagt Heimir Hallgrimsson. Der Coach des kleinsten Landes, das sich je für eine WM qualifiziert hat, baut auf die gleichen Spieler wie damals. Und das aus einem einfachen Grund: Es gibt kaum andere, die für seine Auswahl infrage kommen.
Hanna Andresdottir, Keystone
2014 erreichte der Aussenseiter sensationell den Viertelfinal. Die Halbgötter in der Heimat um Goalie Keylor Navas von Real Madrid sind alle wieder dabei. Doch Costa Rica spielt in einer brutal schweren Gruppe mit Brasilien und der Schweiz. Aus patriotischen Gründen gilt auch hier: Weiterkommen unmöglich.
2014 erreichte der Aussenseiter sensationell den Viertelfinal. Die Halbgötter in der Heimat um Goalie Keylor Navas von Real Madrid sind alle wieder dabei. Doch Costa Rica spielt in einer brutal schweren Gruppe mit Brasilien und der Schweiz. Aus patriotischen Gründen gilt auch hier: Weiterkommen unmöglich.
Geert Vanden Wijngaert, Keystone
Dank des erwischten Koksers Paulo Guerrero kennen wir eine neue Sicht auf Doping. Der Stürmer darf trotz Sperre zur WM, weil sie laut Bundesgericht «die Krönung seiner Karriere» ist. Ob die Richter auch Lance Armstrong wieder an die Tour lassen? Speziell treten die Peruaner mit Ball auf: Sie ziehen sich auf einer Seite des Feldes zusammen, um durch die Enge zu kombinieren.
Dank des erwischten Koksers Paulo Guerrero kennen wir eine neue Sicht auf Doping. Der Stürmer darf trotz Sperre zur WM, weil sie laut Bundesgericht «die Krönung seiner Karriere» ist. Ob die Richter auch Lance Armstrong wieder an die Tour lassen? Speziell treten die Peruaner mit Ball auf: Sie ziehen sich auf einer Seite des Feldes zusammen, um durch die Enge zu kombinieren.
Martin Mejia, Keystone
Mit vielen jungen Akteuren probieren es die Nigerianer. Sie sind gewiss äusserst begabt, aber noch nicht reif für einen Coup. Man wird von dieser Mannschaft jedoch hören. 2022. Und 2026.
Mit vielen jungen Akteuren probieren es die Nigerianer. Sie sind gewiss äusserst begabt, aber noch nicht reif für einen Coup. Man wird von dieser Mannschaft jedoch hören. 2022. Und 2026.
Matt Dunham, Keystone
Im April wurde überraschend Trainer Halilhodzic entlassen, der die Stars Kagawa (Dortmund) und Okazaki (Leicester) zu Hause lassen wollte. Darauf verklagte der Bosnier den Verband wegen Ehrverletzung auf 0,8 Rappen. Das Team reist planlos an die WM. Rennen und wuseln aber können die Japaner.
Im April wurde überraschend Trainer Halilhodzic entlassen, der die Stars Kagawa (Dortmund) und Okazaki (Leicester) zu Hause lassen wollte. Darauf verklagte der Bosnier den Verband wegen Ehrverletzung auf 0,8 Rappen. Das Team reist planlos an die WM. Rennen und wuseln aber können die Japaner.
Johann Groder, Keystone
Die meisten von ihnen haben ein Al im Namen, und sie spielen für Clubs, deren Namen mit Al beginnt. Das macht es für Europäer nicht einfach, den Überblick über die Saudis zu behalten. Klar ist nur: Sie sind einer der grossen Aussenseiter.
Die meisten von ihnen haben ein Al im Namen, und sie spielen für Clubs, deren Namen mit Al beginnt. Das macht es für Europäer nicht einfach, den Überblick über die Saudis zu behalten. Klar ist nur: Sie sind einer der grossen Aussenseiter.
Jose Manuel Vidal, Keystone
Ihren Triumph haben die Spieler von Hernan Dario Gomez bereits vor der WM: dass sie erstmals daran teilnehmen dürfen. Und die USA gucken zu. Nach dem 0:6 kürzlich in der Schweiz sagte der Coach: «Wir müssen hoffen, dass es kein WM-Fiasko gibt.»
Ihren Triumph haben die Spieler von Hernan Dario Gomez bereits vor der WM: dass sie erstmals daran teilnehmen dürfen. Und die USA gucken zu. Nach dem 0:6 kürzlich in der Schweiz sagte der Coach: «Wir müssen hoffen, dass es kein WM-Fiasko gibt.»
Alejandro Bolivar, Keystone
Für die Iraner ist es nach 1978, 1998, 2006 und 2014 die fünfte WM. Sie starten mit wenig Kredit, aber mit Ambitionen. Trainer Carlos Queiroz sagt: «Es ist ein Traum, dass wir dabei sind. Und der Traum soll nicht so rasch vorbei sein.»
Für die Iraner ist es nach 1978, 1998, 2006 und 2014 die fünfte WM. Sie starten mit wenig Kredit, aber mit Ambitionen. Trainer Carlos Queiroz sagt: «Es ist ein Traum, dass wir dabei sind. Und der Traum soll nicht so rasch vorbei sein.»
Keystone
Tim Cahill ist inzwischen 38, aber noch immer der Glücksbringer der Socceroos. Das ändert nichts daran, dass sie in Russland nicht viel mehr als ein Farbtupfer sind.
Tim Cahill ist inzwischen 38, aber noch immer der Glücksbringer der Socceroos. Das ändert nichts daran, dass sie in Russland nicht viel mehr als ein Farbtupfer sind.
Ronald Zak, Keystone
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Der Iran und Marokko gehören dazu: Die Aussenseiter der WM 2018.

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