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Salah erwägt Rücktritt aus Nationalteam

Ägyptens Superstar hat offenbar genug: Mo Salah möchte nicht weiter für politische Zwecke missbraucht werden.

Mohamed Salah erhält die Ehrenstaatsbürgerschaft von Tschetschenien.
Mohamed Salah erhält die Ehrenstaatsbürgerschaft von Tschetschenien.
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Propaganda zur Begrüssung: Ramsan Kadyrow (links) mit Mo Salah im Stadion in Grosny.
Propaganda zur Begrüssung: Ramsan Kadyrow (links) mit Mo Salah im Stadion in Grosny.
Keystone
Und weil Salah gerade zu den besten Stürmern der Welt gehört, ist das Interesse am Nationalteam gross. Der Autokrat Kadyrow nutzt dies aus.
Und weil Salah gerade zu den besten Stürmern der Welt gehört, ist das Interesse am Nationalteam gross. Der Autokrat Kadyrow nutzt dies aus.
Keystone
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Die Partie gegen Saudiarabien könnte für Mohamed Salah die Letzte im Dress der ägyptischen Nationalmannschaft gewesen sein. Mehrere Medien berichten, dass es dem Spieler von Liverpool immer unangenehmer werde, dass er für politische Zwecke herhalten muss.

Als die Ägypter ihr Lager zu Beginn der WM in Grosny aufschlugen, gab es weltweite Proteste und Aufruhr über Bilder, die Salah mit Ramsan Kadyrow, dem Präsidenten des autokratischen Regimes Tschetscheniens, zeigten.

Am Freitag doppelte Kadyrow nach, als er bei einem Bankett, das als Abschied für das ägyptische Team diente, Salah zum Ehrenbürger Tschetscheniens ernannte. Dazu äusserte sich Kadyrow stolz: «Ich gab Salah eine Kopie der Ehrenbürgerschaft und einen Pin mit der tschetschenischen Flagge.» Salah erhielt zudem noch ein signiertes Shirt des FC Akhmat Grozny, der nach Kadyrows verstorbenem Vater benannt wurde, und eine silberne Plakette.

Ägyptischer Verband bestreitet Rücktrittsgerüchte

Der tschetschenische Machthaber ist schon seit längerem bekannt dafür, den Sport für sein politisches Image zu missbrauchen; und er benutzt Salah, um potenzielle neue Verbindungen zu nordafrikanischen Ländern zu knüpfen.

Der ägyptische Verband versuchte, die ganze Situation kleinzureden, und vermeldete, dass Salah immer noch sehr glücklich sei: «Berichte, wonach Salah nicht mehr für Ägypten spielen wolle, seien völlig falsch. Mo sei immer noch bei ihnen. Er lache mit seinen Teamkollegen und trainiere gut, es gebe kein Problem.»

Obwohl sich Salah seit Anfang der WM nicht zu diesem Thema geäussert hat, ist Ramy Abbas, Salahs Agent, nicht erfreut über die Ereignisse, wie der Tweet oben zeigt. Die Beziehungen zwischen dem Superstar und dem Verband verschlechtern sich zunehmend.

Es ist nicht der erste Vorfall. Im April gab es bereits Probleme mit den Bildrechten des Liverpool-Spielers, als der Verband ihn für nicht autorisierte Werbung benutzte.

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Video: Trifft hier der Superstar zum letzten Mal für Ägypten?

Salahs Führungstreffer gegen Saudiarabien. Video: Tamedia/SRF

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