Zum Hauptinhalt springen

Diese Serbien-Fans verherrlichten Kriegsverbrecher

Fünf serbische Fans trugen im WM-Stadion in Kaliningrad Pullover mit dem Bild des verurteilten Kriegsverbrechers Ratko Mladic. Die Fifa hat ein Verfahren eröffnet.

Fünf serbische Fans vor dem WM-Match zwischen der Schweizer Nationalmannschaft und Serbien, die Pullover mit dem Abbild von Ratko Mladic tragen. (22. Juni 2018) Bild: Getty
Fünf serbische Fans vor dem WM-Match zwischen der Schweizer Nationalmannschaft und Serbien, die Pullover mit dem Abbild von Ratko Mladic tragen. (22. Juni 2018) Bild: Getty

Zwei Tage nach dem WM-Knüller der Schweiz gegen Serbien wird nicht nur der Doppeladler-Jubel der Schweizer Spieler immer noch heiss diskutiert. Auch ein Bild von serbischen Fans wird in den sozialen Medien eifrig geteilt und kommentiert. Das Foto eines Getty-Fotografen zeigt fünf Männer vor dem Spiel im WM-Stadion in Kaliningrad, die einen Pulli mit dem Abbild des verurteilten Kriegsverbrechers Ratko Mladic tragen.

Der ehemalige bosnisch-serbische General wurde wegen Völkermordes angeklagt und vom UNO-Tribunal zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Rolle im Massaker von Srebrenica brachte ihm den Übernamen «Schlächter vom Balkan» ein. Mladic war Oberkommandant der Truppen, die 1995 in eine UNO-Schutzzone in Srebrenica eindrangen und 8000 Jugendliche und Männer ermordeten.

Video zeigt Provokation von Fans

Ebenfalls viral geht ein Video, das auf den Zuschauerrängen aufgenommen worden ist. Auf ihm ist deutlich zu hören, wie die Schweizer Nationalspieler von russischen und serbischen Fans ausgepfiffen werden. Zudem fliegen Becher und andere Gegenstände in ihre Richtung und ein Fan zeigt ihnen den Mittelfinger.

Diziplinarverfahren eröffnet

Die Fifa hat nach dem Spiel ein Disziplinarverfahren gegen den serbischen Verband eröffnet. «Dies wegen Fan-Störungen und dem Zeigen von politischen und beleidigenden Messages von serbischen Fans», wie es in der Medienmitteilung heisst.

Gegen den serbischen Nationaltrainer Mladen Krstajic wurde zudem eine Voruntersuchung eröffnet, weil er nach dem Match vor Journalisten gefordert hatte, man solle den Schiedsrichter «nach Den Haag schicken, damit man ihm den Prozess macht, so wie man uns den Prozess gemacht hat». In der holländischen Stadt tagt der Internationale Strafgerichtshof, der sich auch mit den Verbrechen während des Jugoslawienkriegs befasst.

Übernommen von «20 Minuten» und bearbeitet von Redaktion Tamedia.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch