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«Montageanleitung» für AbstimmungIkea wirbt für Ja zum Vaterschaftsurlaub

Der schwedische Möbelriese greift in den Schweizer Abstimmungskampf ein.

Ikea meldet sich im Abstimmungskampf zum Vaterschaftsurlaub zu Wort: Mit einer «Montageanleitung» wirbt der schwedische Einrichtungskonzern für ein Ja zur zweiwöchigen Papizeit. In vier Schritten werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger vom ikonischen Ikea-Männchen dazu angeleitet, ein Ja in die Urne zu legen.

Dies sei «ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung», schreibt der Konzern. Und verweist darauf, dass er seinen männlichen Mitarbeitern schon jetzt auf freiwilliger Basis sechs Wochen frei gibt nach der Geburt eines Kindes.

Über die gesetzliche Verankerung eines zweiwöchigen, bezahlten Vaterschaftsurlaubs stimmen die Schweizerinnen und Schweizer am 27. September ab (zum Dossier mit allen Artikeln zur Vorlage). SP, Grüne, CVP, Grünliberale und BDP befürworten die Einführung einer solchen Papizeit, die über die Erwerbsersatzordnung finanziert würde.

Ein bürgerliches Komitee aus SVP-Politikern, Gewerbeverband, Jungfreisinnigen und einigen FDP-Exponenten hat das Referendum gegen die Vorlage ergriffen. Sie argumentieren unter anderem mit der steigenden Belastung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Gewerbebetriebe.

58 Kommentare
    Andreas Bollner

    Es ist schon sehr fragwürdig, dass Frau BR Keller Sutter aktiv Werbung gegen die Initiative macht. Dass sich ein Unternehmen wie IKEA aus werbetechnischen Gründen in den urdemokratischen Prozess unseres Landes einmischt ist geradezu verwerflich. Aber eben - Schweden ist nicht Schweiz...