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Kinder aus Sri LankaIllegal adoptiert – und dann sollten sie dankbar sein

Seit Jahren versucht Sarah Ramani Ineichen, ihre Mutter zu finden. Nun hofft sie wie Hunderte andere auf Hilfe vom Bundesrat. Der tolerierte lange, dass Babys gesetzeswidrig in die Schweiz verkauft wurden.

Wurde vor bald 40 Jahren von ihrer Mutter getrennt: Sarah Ineichen heute vor dem Bundeshaus in Bern.
Wurde vor bald 40 Jahren von ihrer Mutter getrennt: Sarah Ineichen heute vor dem Bundeshaus in Bern.
Foto: Franziska Rothenbuehler

Schon heute fragen Freunde, wie sie im Februar ihren 40. Geburtstag feiert. Aber Sarah Ramani Ineichen mag ihn nicht feiern. Es ist nicht nur der Tag, an dem sie geboren, sondern auch der Tag, an dem sie von ihrer Mutter getrennt wurde. Die Nabelschnur zur Mutter wurde durchschnitten, das Baby von Sri Lanka in die Schweiz geschafft. Heute, bald 40 Jahre später, sucht sie noch immer nach der Frau, mit der sie neun Monate lang so eng verbunden war wie mit keinem anderen Menschen in ihrem Leben.

Sarah Ramani Ineichen ist eine von rund Tausend Frauen und Männern aus Sri Lanka, die zwischen 1973 und 1997 als Baby von Schweizer Paaren adoptiert wurden. Viele illegal. Heute sind sie erwachsen und wollen wissen, woher sie kommen und wer sie sind. Etliche suchen verzweifelt nach ihren Eltern und fordern, dass ihnen Bund und Kantone dabei helfen. Jene Behörden, die damals weggeschaut haben.

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