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Reportage aus MinnesotaIn 30 Minuten waren die Proteste aufgelöst

Nachdem die Situation in Minneapolis zu eskalieren drohte, gehen Polizei und Nationalgarde hart gegen Demonstranten und Journalisten vor. Vier Betroffene schildern, wie angespannt die Lage ist.

Wollen alle vier Polizisten in Handschellen sehen, die bei der Verhaftung von George Floyd beteiligt waren: Carl Sharperson und Mikayla Slegh.
Wollen alle vier Polizisten in Handschellen sehen, die bei der Verhaftung von George Floyd beteiligt waren: Carl Sharperson und Mikayla Slegh.
Foto: Alan Cassidy

Bruce Pagan hat sich eine Gasmaske aufgesetzt. Er war einst Sanitäter in der US-Armee, diente im Krieg im Irak. Jetzt steht der 35-Jährige an einer Kreuzung im Süden von Minneapolis und blickt auf die Demonstranten vor ihm. Er ist gekommen, weil er die Proteste unterstützt, und vor allem ist gekommen, um Erste Hilfe zu leisten, wenn es wieder los geht, wenn die Lage wieder eskaliert. In seinem Rucksack hat er Verbandsmaterial und Medikamente, ein Kumpel hat einige Flaschen Milch herbeigeschafft, gegen das Pfefferspray und Tränengas in den Augen. Pagan blickt auf sein Handy. 19:53 Uhr – noch sieben Minuten bis zur Ausgangssperre.

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