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Deutsche in der Formel 1Ist Mick Schumacher bereit, in die Bresche zu springen?

Nach Vettels Ferrari-Abschied könnte es sein, dass erstmals seit 30 Jahren kein deutscher Pilot in der Formel 1 mitfährt. Oder ist der Sohn des erfolgreichsten Fahrers der Geschichte schon so weit?

Mick Schumacher ist die deutsche Nachwuchshoffnung für die Formel 1.
Mick Schumacher ist die deutsche Nachwuchshoffnung für die Formel 1.
Foto: Getty Images
Besonders nach der Ankündigung, dass Landsmann Sebastian Vettel seinen Vertrag mit Ferrari Ende Saison nicht verlängert, bringt den den 21-Jährigen wieder ins Rampenlicht.
Besonders nach der Ankündigung, dass Landsmann Sebastian Vettel seinen Vertrag mit Ferrari Ende Saison nicht verlängert, bringt den den 21-Jährigen wieder ins Rampenlicht.
Foto: Getty Images
Für 2021 steht ein Wechsel in die Königsklasse im Raum.
Für 2021 steht ein Wechsel in die Königsklasse im Raum.
Foto: Keystone
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Die Trennung von Sebastian Vettel und Ferrari hat am Dienstag nicht nur Überraschung, sondern auch leichte Panik ausgelöst. Vor allem in Deutschland, muss man sagen. Denn bei der Bekanntgabe, dass sein Scuderia-Vertrag am Saisonende nicht verlängert wird, sagte der 32-jährige Heppenheimer auch: «Was in den letzten Monaten passiert ist, hat viele von uns dazu gebracht, über unsere echten Prioritäten im Leben nachzudenken. Ich werde darüber nachdenken, was für meine Zukunft wirklich wichtig ist.»

Viele Fans fragten sich sogleich: Will der vierfache Formel-1-Weltmeister etwa zurücktreten? Konkret hat sich Vettel dazu nicht geäussert, ein neuer Vertrag bei einem anderen Team liegt aber noch nicht auf dem Tisch.

Wenn es tatsächlich so weit käme, würde nächste Saison erstmals seit 30 Jahren kein deutscher Pilot in der wichtigsten Motorsport-Klasse der Welt mitfahren. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es noch 2010 deren sieben waren. Doch der Abbau kam schleichend.

Doch ganz ohne Hoffnung wäre unser nördlicher Nachbar auch ohne Vettel nicht. Schliesslich haben sie noch einen Joker in petto. DerJoker heisst Mick Schumacher und ist der Sohn des erfolgreichsten Fahrers in der Geschichte.

Schumacher junior wird schon lange nicht bloss wegen seines erfolgreichen Vaters als grosses Versprechen für die Zukunft angesehen. Seine Karriere wurde Schritt für Schritt aufgebaut, begann wie üblich im Kartsport und in der Formel 4. Ab 2017 fuhr der Deutsche in der Formel 3, 2018 gewann er sie. Im vergangenen Jahr startete er erstmals in der Formel 2, holte einen Sieg, wurde Gesamtzwölfter und ins Nachwuchsförderungsprogramm der Ferrari Driver Academy aufgenommen.

Mick Schumacher hat Jahrgang 1999. Aktuelle F1-Piloten wie Lance Stroll oder George Russell sind bloss ein Jahr älter, Lando Norris ist gar gleich alt. Zu jung wäre der deutsche Nachwuchsfahrer demnach nicht. Aber reichen sein Talent und Können schon für die Königsklasse?

«Bis jetzt stehen die Zeichen gut», sagte sein Onkel Ralf Schumacher gegenüber «Sport1». «Mick hat bewiesen, dass er Auto fahren kann.» Wenn trotz Corona gestartet werden kann, sei es in seinem zweiten Jahr in der Formel 2 jetzt besonders wichtig, im vorderen Bereich zu landen. «Man sollte ihm aber auch nicht zu viel Druck machen», so der sechsfache GP-Sieger über seinen Neffen.

Wiederholt sich die Geschichte?

Sollte es Mick Schumacher gelingen, diese Saison in der Formel 2 an die Spitze kommen, liegt die höchste Rennklasse in Reichweite. Die Vorzeichen stehen nicht schlecht: In seiner ersten F3-Saison wurde er Zwölfter, in seiner zweiten holte er schon den Titel. In seiner ersten F2-Saison ist er ebenfalls Zwölfter geworden.

4 Kommentare
    Marcel Ruetsche

    Sie nennen Schumacher einen Joker !!!! Das Michale 7 mal Weltmeister wurde war nicht seinen außergewöhnlichen Fahrverhalten zu verdanken, nein , er hat den Titel Schummel Schumi, das ist der Grund und zudem war Benetton in Schummis Zeiten unschlagbare. Man hat schon mit Ralf Schumacher gemeint er sei ein neuerer Star am F1 Himmel, nachher war man schlauer. Klein Mike Schumacher wird zu hoch gehandelt und auch er wird kein grosser F1 Fahrer, auch nicht mit den Millionen von seinem Vater Michael.