Zum Hauptinhalt springen

Leserreaktionen«Kein Mut, neue Zeiten einzuläuten»

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Der Papst enttäuschte mit seinen neuesten Aussagen viele, die sich von der Kirche Reformen versprachen.
Der Papst enttäuschte mit seinen neuesten Aussagen viele, die sich von der Kirche Reformen versprachen.
AP

Zu «Eine Ohrfeige vom Papst für die Reformer»

Kein Mut, neue Zeiten einzuläuten

Wieder zeigt der Papst Neigungen zu einem Reformstillstand. Die Zeiten ändern sich, die katholische Kirche und allen voran der Papst haben aber nicht den Mut, eine neue Zeit einzuläuten. Themen wie Übergriffe durch Priester werden lieber unter den Teppich gekehrt, als dass man Ordensfrauen in leitende Stellungen befördert.

Theres Schweizer, Kehrsatz

Zu «Gleich zwei neue Pannen bei der Swisscom»

Netzsicherheit umgehend verbessern

Schon wieder Netzausfälle. Der Grund für den Netzausfall in der Nacht vom 11. auf den 12. Februar soll «mehrfach menschliches Versagen» gewesen sein. Mehr als die halbe Schweiz war betroffen. Während 90 Minuten waren die Notrufnummern 117, 118 und 144 unerreichbar. Festnetztelefonie, TV, Internet, Radio und teilweise Handy funktionierten nicht. Kaum auszudenken, wenn in diesem Zeitfenster lebenswichtige Einsätze von Sanität, Feuerwehr oder Polizei nötig gewesen wären. Die Netzsicherheit muss durch die Betreiber zwingend und umgehend verbessert werden.

Hanspeter Gubler, Bern

Zu «Bernmobil gehen die Buschauffeure aus»

Das Fahrpersonal macht systematisch Überzeiten

Im Raum Münsingen sind seit diesem Jahr die Busse von Bernmobil unterwegs. Postauto und die für den Betrieb vor Ort verantwortliche Lengacher AG hatten bei der Neuvergabe der Linien das Nachsehen. Mit anderen Worten: Bernmobil unterbot ein einheimisches Unternehmen, das jahrelang für gut funktionierenden Service stand. Man muss eben wachsen, obwohl das Personalproblem so schon besteht. Das Fahrpersonal macht systematisch Überzeiten. Auch das ist heute normal. Überzeit können die Chauffeure dann kompensieren, wenn sie ihr Burn-out auskurieren. Ist doch logisch, oder?

Alex Ueltschi, Jaberg

Zur Konzernverantwortungs­initiative

Hemmschwelle sollte erhöht werden

Jetzt wird die Konzernverantwortungsinitiative in beiden Räten diskutiert. Klar ist, dass die weiche Variante des Ständerats kaum Verbesserungen bringt. Oder denken Sie etwa, dass die vom Lehrer auferlegte Pflicht an Hansli, am Montag jeweils über seine Wochenendstreiche Bericht zu erstatten, die Untaten des Buben
reduzieren würden? Zudem hat Hansli die Möglichkeit, einen in PR-Fragen talentierten Kollegen zu beauftragen, seine Beichte im besten Licht darzustellen. Zu hoffen wäre, dass Warntafeln, die das Einhalten von Standards in den Bereichen Umweltschutz und Menschenrecht fordern, die Hemmschwellen erhöhen könnten, Geschäfte um jeden Preis zu tätigen.

Martin Liechti, Maur

Zum Leserbrief «Auf Kosten der Wenigverdienenden» von Toni Brunner aus Münchringen

Reiche bezahlen am meisten CO2-Abgaben

Die Reichen verursachen die höchsten CO2-Emissionen, «dank» grossen Villen, Zweitwohnungen, SUV, Vielfliegerei oder Privatjets. Sie zahlen folglich am meisten CO2-Abgaben. Diese werden pro Kopf gleichmässig zurückvergütet, bereits heute via Krankenkasse. Das bedeutet, dass die Menschen mit kleinem Geldbeutel am meisten profitieren. Wenn ein Teil der Abgabe für den Klimaschutz verwendet wird, profitieren alle. Und das Klima-Nichtstun wird letztlich unendlich höhere Kosten auslösen, menschlich und finanziell.

Ueli Hagnauer, Steffisburg