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ZoomKetchupflaschen und Gartenstühle

Ian Howorth war Filmer bevor er zur Fotografie fand. Seine melancholischen Momentaufnahmen aus der englischen Provinz sind grosses Kino.

«Dalmatians»
«Dalmatians»
Ian Howorth

Nach Abschluss seines Studiums in Medien und Filmwissenschaften an der Unversität in Brighton ging es Ian Howorth wie so manchem Kunststudenten: Er wusste nicht so wirklich, was aus ihm werden sollte, respektive wie er mit Erlerntem Geld verdienen sollte. Und so schlug er sich durch mit Hochzeitsfilmen und Assistenzjobs bei Musikvideo-Produktionen. Doch nach und nach realisierte er, dass Filmprojekte meist frustrierend lange dauern und bei begrenztem Budget alles immer irgendwie ein Kompromiss blieb. Der Wechsel zur Fotografie im Jahre 2013 war für ihn deshalb Erleuchtung und Erlösung zugleich. Endlich konnte er …

«Kiss»
«Kiss»
Ian Howorth
«Blackpool Mondrian»
«Blackpool Mondrian»
Ian Howorth
«Em»
«Em»
Ian Howorth
«In frame»
«In frame»
Ian Howorth

… Ideen unmittelbar umsetzen, keine mühsame Projektplanung mehr, kein Koordinieren von Hairstylisten, Kabelschleppern und Location-Scouts. Ein Frame statt Hunderte. Seither hat der der ausschliesslich analog arbeitende Howorth seinen Stil, ein faszinierender Mix aus Dokumentarfotografie und cineastischen Szenen, laufend verfeinert.

«Norbreck Castle»
«Norbreck Castle»
Ian Howorth
«Teds»
«Teds»
Ian Howorth
«Horses for courses»
«Horses for courses»
Ian Howorth
«Lurid Landscape»
«Lurid Landscape»
Ian Howorth
«Out to sea»
«Out to sea»
Ian Howorth
«Telenovela»
«Telenovela»
Ian Howorth
«The King»
«The King»
Ian Howorth
«Tiny Reminders»
«Tiny Reminders»
Ian Howorth
«Pontiac»
«Pontiac»
Ian Howorth
«Past Times»
«Past Times»
Ian Howorth

Der Zauber seiner Bilder besteht nicht zuletzt auch darin, dass das Melancholische nie ins Pathetische kippt und er das vermeintlich Banale so kunstvoll in Szene setzt. Oder anders gesagt: Wer mit Ketchupflaschen und Gartenstühlen Geschichten erzählen kann, der ist ein Meister seines Faches.

2 Kommentare
    Norbert Hagen

    Schön im heutigen Kontext - so kenne ich Britain auch noch vor 30-35 Jahren.