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TrainerwechselKnall bei Wiki – Gerber weg

Nach dem schnellen Aus im Playoff-Viertelfinal trennt sich Wiki-Münsingen von Trainer Stefan Gerber.

Stefan Gerber ist nicht mehr Wiki-Trainer.
Stefan Gerber ist nicht mehr Wiki-Trainer.
Foto: Andreas Blatter

Nach sieben Jahren ist Schluss. Stefan Gerber und Wiki-Münsingen gehen getrennte Wege. Der Trainer und die Aaretaler verlängern den auslaufenden Vertrag nicht mehr. Wiki hat in der Mysports League eine äusserst durchzogene Saison erlebt. Verletzungsbedingte Ausfälle hinterliessen ihre Spuren. Am Ende der Qualifikation resultierte der 7. Rang. Kein anderes Team kassierte in der Liga mehr Gegentreffer (122). Das Playoff wurde zwar mit Ach und Krach erreicht, jedoch folgte gegen Dübendorf in den Viertelfinals das rasche Aus. Die Serie endete 0:3. Nach dem 1:4 und dem 1:8 war Wiki nur im dritten Spiel (3:4 nach 3:1-Führung) in Tuchfühlung mit den Zürchern.

Die Enttäuschung sass bei Wiki tief. Gerber sagte schon unmittelbar nach Saisonende gegenüber dieser Zeitung: «Es macht Spass, bei Wiki zu arbeiten, die Kultur im Verein ist eine spezielle.» Andererseits verhehlte er nicht, dass er gerne wieder mit einem Team um Spitzenplätze mitspielen würde: «Es wäre gut, wenn das Kader bei Wiki die nötige Breite dafür aufweisen würde.» Nun kommt es zur Trennung. Der 55-jährige Gerber hatte die Aaretaler seit 2013 betreut. Gerber führte das Team in der damaligen 1. Liga gleich zu zwei Zentralschweizer-Meistertiteln und den Vize-Amateur-Titel. Unter dem Coach qualifizierten sich die Aaretaler auch sechsmal in Folge für den Schweizer Cup. Diese Saison wurde dieses Ziel erstmals verpasst.

Kurzes Telefongespräch

Gerber ist der Entscheid am Mittwoch mitgeteilt worden. «Das Telefongespräch war kurz», erzählt Gerber. «Ich habe nicht damit gerechnet», macht er aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis. Wiki-Sportchef Ruedi Wenger hält fest, dass die Entscheidung auch bei ihm Spuren hinterlassen habe. «Stefan war wohl der erfolgreichste Wiki-Trainer. Er leistete professionelle Arbeit und war immer top vorbereitet. Die Zusammenarbeit mit ihm war sensationell.» Wenger betont jedoch auch, dass die Mannschaft nach sieben Jahren einen «neuen Wind» brauche. «Es gab Abnützungserscheinungen. Das ist aber normal.»

Die sportliche Führung des Vereins ist nun auf der Suche nach einem Nachfolger. Auch Gerber schaut sich um. «Zuerst muss ich den Entscheid verdauen, aber ich würde gerne weiterhin im Eishockey tätig sein. Ich bin offen», sagt er.