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FDP Stadt Bern in der KriseKonservative Wirtschaftsverbände halten FDP an kurzer Leine

Im Berner Stadtrat dürfte die FDP künftig progressiver politisieren. Die traditionell eng befreundeten Wirtschaftsverbände hingegen beharren auf ihren Positionen.

2005 bekämpften Thomas Balmer (Mitte), damals Präsident der FDP Stadt Bern, und Adrian Haas als Geschäftsführer des City-Verbands «neue Bausünden» beim Bahnhof Bern. Die rechtwinklige Verkehrsführung führe zu Staus, befürchtete ihr Komitee.
2005 bekämpften Thomas Balmer (Mitte), damals Präsident der FDP Stadt Bern, und Adrian Haas als Geschäftsführer des City-Verbands «neue Bausünden» beim Bahnhof Bern. Die rechtwinklige Verkehrsführung führe zu Staus, befürchtete ihr Komitee.
Foto: Adrian Moser

Zwei Wochen nach den Wahlen in der Stadt Bern reibt man sich noch immer die Augen: Das Bürgerliche Bündnis ist verprügelt worden, wie es niemand erwartet hatte. Anstatt mit einer gemeinsamen Liste wieder in die Stadtregierung einzuziehen, stürzten FDP und SVP von den 22 Prozent, die sie vier Jahre zuvor zusammen erreicht hätten, auf 15 Prozent ab. Weil es für ein Gemeinderatsmandat 16,7 Prozent braucht, bleibt alles beim Alten: Rot-Grün-Mitte (RGM) besetzt vier Sitze, einziger bürgerlicher Gemeinderat ist Reto Nause (CVP) von der Mitte-Liste.

Man rieb sich die Augen auch bei der Lektüre einer Analyse der NZZ zum FDP-Kriechgang in den Städten. Entscheidender Fehler sei in Bern gewesen, dass «der freisinnige Kurs stark von den Gewerbeverbänden geprägt» worden sei, schrieb die Zeitung des Freisinns und der bürgerlichen Wirtschaftsverbände. Und: «Parkplätze und eine Verkehrspolitik, die Velowegen wenig Beachtung schenkt, stossen in den grüner werdenden Städten auf wenig Gegenliebe.»

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