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Allerlei Glücksversprechen

Tanz, aber nicht nur: Beim 9. Tanz in Bern gibt es Schweizer Erstaufführungen. Eine Skulptur an der Bar. Und eine Rollschuhdisco.

Tanzen mit Schneewittchen: Eisa Jocson,...
Tanzen mit Schneewittchen: Eisa Jocson,...
zvg/Jörg Baumann
...Lea Moro...
...Lea Moro...
zvg/Jörg Baumann
...und Michael Clark.
...und Michael Clark.
zvg/Jörg Baumann
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Der Moment der Glückseligkeit. Anneli Binder, Co-Leiterin der Dampfzentrale und für Tanz zuständig, nennt ihn «I-Love-Life-Effekt».

Ihn sollen die Menschen spüren, wenn sie in der Dampfzentrale Kultur erleben. Erst recht jetzt. Heute startet Tanz in Bern, das grösste Festival des Hauses. Ein Festival, das in den letzten Jahren gut besucht war, aber noch nicht die Bedeutung hat, die Anneli Binder vorschwebt. Künftig soll das Festival länger dauern. Möglich, dass dies beim 10-Jahr-Jubiläum im nächsten Jahr der Fall sein wird.

Diesmal sind 9 Tanzproduktionen an 15 Tagen zu sehen, ­dazu kommt allerlei Rahmenprogramm. Es umfasst einen Film und Diskussionen. In der Bar baut Augustin Rebetez eine Installation auf. Und zum krönenden Abschluss tanzt das Publikum am 11. November selbst. Auf Rädern. In der Rollschuhdisco. Rollschuhe können für 5 Franken gemietet werden.

Aber klar: Das alles dreht sich um den Tanz. Besonders auf Michael Clark freut sich Anneli Binder. Der Brite tritt erstmals in der Schweiz auf – obwohl der britische Avantgardekünstler seit den 80er-Jahren die Szene aufmischt.

Der einstige Royal-Ballet-Tänzer machte nach dem Rausschmiss aus dem bedeutendsten britischen Ballettensemble aus der Not die Tugend und gründete seine eigene Compagnie. Sein Stück «To a Simple Rock ’n’ Roll Song» ist eine Hommage an seine Idole, an David Bowie, Patty Smith und Eric Satie.

Im ansonsten international besetten Festival ist die Schweizerin Lea Moro mit zwei Stücken vertreten, «Fun» und «The End of the Alphabet». In Letzterem kommt auch sie berollschuht. Als Schneewittchen tritt die Filipina Eisa Jocson auf.

Die Performerin, schon öfters in der Dampfzentrale zu Gast, hinterfragt gewissermassen die globale «I Love Life»-Industrie – ihr Stück «Princess» ist eine Abrechnung mit dem Disney-Glücksversprechen in Weiss und Hetero.

Tanz in Bern: 28. 10. bis 12. 11., www.dampfzentrale.ch.

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