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Antisemitismus in der «Süddeutschen»?

Am Dienstag erschien in der «Süddeutschen Zeitung» eine Karikatur mit einer Bildunterschrift, die nun für heftige Debatten sorgt.

Sorgte für heftige Reaktionen: Die Karikatur in der «Süddeutschen Zeitung» vom Dienstag.
Sorgte für heftige Reaktionen: Die Karikatur in der «Süddeutschen Zeitung» vom Dienstag.
Screenshot SZ

Eine Karikatur auf der Seite «Politisches Buch» in der «Süddeutschen Zeitung» (SZ) vom Dienstag hat für heftige Reaktionen gesorgt. Sie stammt vom Zeichner Ernst Kahl und wurde ursprünglich für die Zeitschrift «Feinschmecker» angefertigt. In der SZ wurde sie zur Illustration zweier Buchbesprechungen über Israel verwendet. Sie zeigt ein gehörntes, gefrässiges Monster. Anstoss erregte dabei die Bildunterschrift: «Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde halten das Land für einen gefrässigen Moloch.» Henryk M. Broder sah in der «Welt» einen klaren Fall von Antisemitismus, verglich die Methode mit dem NS-Blatt «Stürmer» und meinte: «So weit wie die SZ ist noch keine bürgerliche Zeitung in Deutschland gegangen.» In der «Jüdischen Allgemeinen» war von «antisemitischem Spin» die Rede, der Zeichner wurde zitiert, der sich entsetzt zeigte. Im SZ-Blog berichtete die zuständige Redaktorin Franziska Augstein von geteilten Reaktionen in der Redaktionskonferenz, verwies aber darauf, dass das Israel-Bild eindeutig den Feinden das Landes zugeordnet werde. Schliesslich distanzierte sich die SZ in einer Erklärung vom Abdruck der Zeichnung und bezeichnete sie als Fehler.

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