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Deutsche Autoren fühlen sich diskriminiert

Zu Beginn der Frankfurter Buchmesse gibt es Streit um den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Mehrere Hundert Autoren haben einen offenen Brief unterschrieben, in dem eine Änderung der Vergabepraxis gefordert wird. Ausländische Autoren würden deutschen Autoren vorgezogen.

Am Dienstag wurden nun Vorwürfe laut, die Unterzeichner des Briefes würden diskriminiert und nicht zur Preisverleihung an diesem Freitag zugelassen. Einer von ihnen ist der Göttinger Schriftsteller Wolfgang Bittner. Ihm wurde eine Karte verweigert, was er als «Eingriff in die Pressefreiheit» und «Ausdruck von Zensur» interpretierte. Der Verband deutscher Schriftsteller (VdS) schloss sich dieser Auffassung an.

Bittner habe lediglich keine Karte bekommen, «weil der Saal voll ist», sagte die Projektleiterin des Deutschen Jugendliteraturpreises, Julia Lentge, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Der Debatte um die Internationalität des Preises stelle man sich sehr wohl, sagte Lentge. Internationale Autoren würden aber nicht bevorzugt, die Jury urteile «allein nach Qualität». Die Auszeichnung wird in sechs Kategorien vergeben (je 8000 Euro), dazu kommt ein Sonderpreis für das Gesamtwerk eines Autors mit 10'000 Euro.

(SDA)

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