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Geschenktes Jahr im totalen Krieg

Der Vorarlberger Autor und Buchpreisträger Arno Geiger erzählt in seinem neuen Roman «Unter der Drachenwand» mit Suggestionskraft von einer Scheinidylle im Scheinfrieden.

Monumentales Todessymbol: Die Drachenwand im Salzkammergut. Foto: Westend61, Alamy Stock Photo
Monumentales Todessymbol: Die Drachenwand im Salzkammergut. Foto: Westend61, Alamy Stock Photo

Die Drachenwand ist ein schroffes Felsmassiv im Salzkammergut. Als der Held am Ende des Romans die Gegend verlässt, wirft er einen letzten Blick zurück. «Die Drachenwand zeichnete sich deutlich ab, ein über die klirrenden Wälder gereckter Schädel, der mit leeren Augen auf die Landschaft herabstierte.» Ein monumentales Todessymbol. Und ein Todesopfer hat sie im Roman gefordert, die Wand, ein dreizehnjähriges Mädchen, das aus Liebeskummer fortgelaufen und sich im Gebirge verstiegen hatte.

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