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Illusionen können tödlich sein

Colson Whitehead hat einen knallharten USA-Roman geschrieben. Ein Anruf beim Pulitzer-Preisträger.

«Die Welt ist rassistisch, sexistisch und homophob»: Colson Whitehead, 49. Foto: Basso Cannarsa/Opale/Leemage/laif

«Die Welt ist rassistisch, sexistisch und homophob»: Colson Whitehead, 49. Foto: Basso Cannarsa/Opale/Leemage/laif

Andreas Tobler@tobler_andreas

Dieser verdammte Optimismus, er ist uns nicht auszutreiben! Selbst nicht in diesem Moment, in dem längst klar ist, dass einer der beiden Jungs, die da gerade auf der Flucht sind, nicht lebend davonkommen wird. Aber genau darum geht es im neuen Roman des US-Autors Colson Whitehead: um die Illusion, dass in unserer Welt irgendwann die Vernunft ihren Sieg davontragen wird. Und um zwei Heranwachsende, die aus einem Erziehungsheim fliehen, in dem sie aufs Brutalste misshandelt werden. Bis sie sich für die Flucht entscheiden, auf der bald eine Schrotflinte auf sie angelegt ist.

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