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J.K. Rowling wird entschädigt – und entschädigt andere

Nachdem eine Anwaltsfirma das Pseudonym der Autorin veröffentlichte, hat sich diese zur Zahlung einer hohen Entschädigung bereiterklärt. Rowling will das Geld nun spenden.

Sie will lieber spenden: J.K. Rowling gibt ihre Entschädigungszahlungen an Soldaten weiter. (Archivbild, 2011)
Sie will lieber spenden: J.K. Rowling gibt ihre Entschädigungszahlungen an Soldaten weiter. (Archivbild, 2011)
Keystone

Die auf die Unterhaltungsbranche spezialisierte Kanzlei Russels akzeptierte am Mittwoch in einem Gerichtsverfahren, die «bedeutende» Summe nicht an Rowling, sondern auf deren Wunsch an eine Organisation zur Unterstützung von Soldaten zu zahlen. Ausserdem erstattet sie der Harry-Potter-Autorin die Prozesskosten. Zur genauen Höhe der Entschädigung wurden keine Angaben gemacht.

Der Prozess in London hatte sich gegen den Russels-Teilhaber Chris Gossage gerichtet. Er hatte seiner Freundin Judith Callegari verraten, dass Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraith den Krimi «The Cuckoo's Calling» («Der Ruf des Kuckucks») geschrieben hatte. Callegari gab diese vertrauliche Information an einen Journalisten der «Sunday Times» weiter, die das Geheimnis daraufhin enthüllte.

Rowlings Anwältin Jenny Afia bezeichnete den Vorgang als «fundamentalen Vertrauensbruch», der ihre Mandantin sehr verärgert habe. Die 48-jährige Autorin sagte zu, die weltweiten Einnahmen aus dem Verkauf des Buches seit Enthüllung ihrer Autorenschaft Mitte Juli drei Jahre lang ebenfalls der Wohltätigkeitsorganisation für Soldaten zukommen zu lassen. Rowling begründete dies zum einem damit, dass Soldaten ihr bei der Recherche für den Krimi, dessen Held ein Kriegsveteran ist, geholfen hätten. Zum anderen habe ihr das Verfassen des Buches klar gemacht, dass die S oldaten Unterstützung brauchten.

«Ich hatte immer vor, The Soldier's Charity etwas von Roberts Tantiemen zu spenden, aber ich habe nicht geahnt, dass es drei Monate nach Veröffentlichung ein Bestseller wird - in Wirklichkeit hatte ich nicht damit gerechnet, dass er jemals dort landen würde», erklärte Rowling. Vor der Enttarnung der wahren Autorin waren von der gebundenen Ausgabe des Krimis gerade einmal 1500 Exemplare verkauft worden.

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