Die Verlobten werden vergessen, der Regisseur nicht

Vor der Zürcher Premiere von Mozarts «Così fan tutte» ging es vor allem um den Hausarrest von Kirill Serebrennikov. Nun darf man seine Inszenierung feiern.

Ruzan Mantashyan (2.v.l.) und Anna Goryachova (2.v.r.) werden von stummen Verführern bedrängt. Foto: Monika Rittershaus

Susanne Kübler@tagesanzeiger

Der letzte Kostümwechsel war ein politischer: «Free Kirill» stand auf den weissen T-Shirts, mit dem die Sänger und Kirill Serebrennikovs Regiemitarbeiter den verdienten Applaus empfingen. Sie holten den Regisseur, der seit Sommer 2017 in Moskau im Hausarrest sitzt und die Proben nur mit Videobotschaften begleiten konnte, damit doch noch auf die Bühne. Und dank Fernseh-Kameras in eine breitere Öffentlichkeit: Wohl noch nie hat eine Zürcher Opernpremiere so viel internationale Aufmerksamkeit erhalten wie diese.

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