Zum Hauptinhalt springen

Das Ende der Schweizer Grossmacht

1515 unterlagen die kampfkräftigen Eidgenossen bei Marignano. Eine Ausstellung im Landesmuseum Zürich erinnert an die Schlacht, die bis heute die Gemüter erhitzt.

Reich beschnitzte Hörner dienten als Behälter für Schiesspulver und mit ihren Verzierungen zugleich als Memento Mori.
Reich beschnitzte Hörner dienten als Behälter für Schiesspulver und mit ihren Verzierungen zugleich als Memento Mori.
Schweizerisches Nationalmuseum
1516 schlossen die Eidgenossen mit König Franz I. einen «ewigen Frieden», der den Franzosen ein grosses Kontingent an helvetischen Söldnern gewährte.
1516 schlossen die Eidgenossen mit König Franz I. einen «ewigen Frieden», der den Franzosen ein grosses Kontingent an helvetischen Söldnern gewährte.
Primula Bosshard / Staatsarchiv Freiburg
Stolz auf das florierende Söldnergeschäft kaufen reiche Bürger im 16. Jahrhundert prächtig verzierte Schweizerdolche. Hier ziert ein filigraner Totentanz die Scheide des Messers.
Stolz auf das florierende Söldnergeschäft kaufen reiche Bürger im 16. Jahrhundert prächtig verzierte Schweizerdolche. Hier ziert ein filigraner Totentanz die Scheide des Messers.
Schweizerisches Nationalmuseum
1 / 10

Der Pulverdampf ist längst verraucht, die Lanzen sind im Museum. Aber gekämpft wird noch immer. 500 Jahre nach Marignano, jener schicksalsschweren Schlacht, mit der die werdende Schweiz ihre Grossmachtambitionen endgültig beerdigen musste. Wobei einige schon an diesem Punkt ihr Veto einlegen werden. Denn je nach politischer Ausrichtung gehen die Meinungen stark auseinander, wofür die Niederlage von 1515 steht. Für den Beginn der Schweizer Neutralitätspolitik? Oder ist die Schlacht lediglich eine Etappe auf dem Weg hin zum Wiener Kongress von 1815, auf dem die Unabhängigkeit den Schweizern «verordnet» wird?

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.