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«Die Zürcher Geldsäcke wollen mir nicht zuhören»

Nach der Ausladung als Redner zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2011 äusserte sich Jean Ziegler mit harschen Worten und bezichtigt die Grosssponsoren hinter der Aktion.

«Ich wollte über die kannibalistische Weltordnung sprechen und über die bewusstseinserweckende Rolle der Kunst», lässt sich Autor und Soziologe Jean Ziegler in einer heute verbreiteten Pressemitteilung seines Verlags zitieren. «Es braucht ein kollektives Gewissen, um die Massaker des Hungers zu stoppen.»

Zu dieser Rede aus Anlass der Eröffnung der Salzburger Festspiele am 26. Juli 2011 wird es bekanntlich nicht kommen – die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hat den Redner wegen seiner vermeintlichen Nähe zu Ghadhafi ausgeladen. Eine Begründung, die Ziegler von sich weist und «zutiefst verwundert»: «Das hätte Frau Burgstaller leicht überprüfen können.»

Der streitbare Soziologe vermutet denn auch eher, dass die Landeshauptfrau von den Grosssponsoren der Salzburger Festspiele - Nestlé, Credit Suisse und UBS - unter Druck gesetzt wurde. «Ich habe diese Schweizer Konzerne in der Vergangenheit sehr angegriffen wegen ihrer Rolle in der Dritten Welt», steht weiter im Communiqué des C. Bertelsmann-Verlags.

Jean Ziegler frohlockt: «Sie haben mich oft verklagt, aber nicht unterkriegen können.» Und er schliesst daraus: «Diese Zürcher Geldsäcke wollten nicht gezwungen werden, mir bei den Festspielen zuzuhören.»

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