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Lieber Roger, böser Stan

Wie jeder Bruderzwist ist das Duell Federer gegen Wawrinka auch ein Spiel um Zuneigung.

Die Schweiz fiebert dem Duell zwischen Roger Federer und Stan Wawrinka entgegen. Nicht, weil gutes Tennis geboten wird. Es geht in erster Linie um das Duell zweier Schweizer, die sich kennen und schätzen – aber das wars denn auch schon. «Natürlich tut es mir mehr leid als gegen irgendjemand anders, wenn ich ihn schlage. Aber ich kann das auf dem Platz relativ gut ausblenden», so Federer. Und Wawrinka: «Wir werden uns vor dem Match nicht anrufen. Ich wünsche Roger nicht viel Glück.»

«Mehr als befreundet, weniger als Freund», heisst es bei Shakespeare. Diese Beurteilung trifft das auch das Verhältnis zwischen Wawrinka und Federer. Es ist der klassische Konflikt zwischen zwei Brüdern, die im Wettstreit miteinander stehen. Freilich sind Federer und Wawrinka nicht miteinander verwandt. Doch macht das Viertelfinal-Duell am Grand Slam Turnier im fernen Australien die beiden nicht zu Schweizer Aushängeschildern, Schweizer Söhnen? Insofern sind die ehemaligen Olympia-Team-Kollegen heute Nacht wie zwei Brüder, die gegeneinander antreten.

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