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«Merkel ist schuld!»

Der Eurovision Song Contest ist vorbei und die Deutschen sind wütend: Sie geben der Kanzlerin die Schuld an der Pleite. Die Schweizer gingen zwar mit 41 Punkten nach Hause, haben aber eine Anzeige am Hals.

Der Triumph vom Mai 2013: Die Dänin Emmelie de Forest mit der ESC-Trophäe.
Der Triumph vom Mai 2013: Die Dänin Emmelie de Forest mit der ESC-Trophäe.
Keystone
Konnte ihr Glück kaum fassen: De Forest während der Pressekonferenz nach ihrem Sieg.
Konnte ihr Glück kaum fassen: De Forest während der Pressekonferenz nach ihrem Sieg.
Keystone
Die Kommentatorin Petra Mede sei der schwedische Viktor Giacobbo, sagte Epiney. Die Beine sind aber schöner.
Die Kommentatorin Petra Mede sei der schwedische Viktor Giacobbo, sagte Epiney. Die Beine sind aber schöner.
Keystone
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Die Dänin Emmelie de Forest hat wie erwartet den Eurovision Song Contest gewonnen – vor Aserbeidschan, Ukraine, Norwegen und Russland, wie es die Wetten voraussagten. Katerstimmung macht sich in Deutschland breit, das weit hinter den Erwartungen blieb. Schuld ist angeblich die Kanzlerin.

Der Disco-Popsong «Glorious» der deutschen Formation Cascada lag in den Wetten stets in den Top Ten. Am Schluss reichte es nur für Platz 21. Nur fünf der 38 abstimmenden Länder gaben der Nummer Punkte, darunter die Schweiz.

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber führte das schlechte Resultat auf die EU-Sparpolitik von Angela Merkel zurück. «Man muss eben auch sehen, da stand nicht nur Cascada, sondern da stand auch Deutschland auf der Bühne», sagte er nach dem Wettbewerb. «Deutsche ESC-Blamage: Merkel ist schuld!», titelte Spiegel.de.

Dänen sorgen sich um Austragung

Ein weiterer Tolggen im Reinheft unserer nördlicher Nachbarn war die deutsche Jurypräsidentin Lena, die beim Verlesen der Punkte Dänemark mit Norwegen verwechselte. «Norwegen oder Dänemark – Hauptsache Schweden» wurde auf Twitter gefrotzelt und: «Nicht nur, dass wir offenbar keine Punkte kriegen, wir können auch keine Punkte vergeben.»

Bedrückte Stimmung herrschte aber auch bei den Siegern: Der Generaldirektorin des dänischen Senders «Danmarks Radio» (DR), Maria Rørbye Rønn, bereitet die Austragung des Monster-Events von nächstem Jahr Sorgen. Wegen einem überteuerten Neubau der Kopenhagener Zentrale des Senders steht DR das Wasser bis zum Hals.

Takasa erreicht Platz 13 von 17

Klar ist nun auch, auf welchem Platz die Schweizer Heilsarmee-Band Takasa, die im Halbfinal ausgeschieden war, landete: 41 Punkte – immerhin nicht Null – brachten sie in ihrer Gruppe auf Rang 13 von 17.

Viel bitterer mochte für die Band eine Anzeige gewesen sein, die gemäss «Sonntags Blick» gegen das gläubige Sextett eingereicht worden ist. Anwohner des Bahnhofs Stadelhofen in Zürich hatten ein Ständchen, das Takasa vor der Abreise nach Malmö gegeben hatten, als «Lärmbelästigung» empfunden – schlimmer kann man Musik nicht beschimpfen.

SDA/fko

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