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«Sein Einfluss auf Hitler schwankte»

Am Donnerstag sind Tagebücher des NS-Chefideologen Alfred Rosenberg aufgetaucht: Historiker und Biograph Ernst Piper erklärt, was sie aussagen könnten und welche Rolle Rosenberg im Nazi-Regime hatte.

Gilt als Vordenker des Dritten Reiches: Alfred Rosenberg (1892 bis 1946).
Gilt als Vordenker des Dritten Reiches: Alfred Rosenberg (1892 bis 1946).
Keystone
Schlechter Redner: Rosenberg bei der Eröffnung einer Ausstellung in Berlin am 23. November 1934.
Schlechter Redner: Rosenberg bei der Eröffnung einer Ausstellung in Berlin am 23. November 1934.
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Gestern im US-amerikanischen Wilmington vom Holocaust Memorial Museum präsentiert: 400 Tagebuchseiten aus der Feder Alfred Rosenbergs. Die Einträge stammen aus den Jahren 1934 bis 1944.
Gestern im US-amerikanischen Wilmington vom Holocaust Memorial Museum präsentiert: 400 Tagebuchseiten aus der Feder Alfred Rosenbergs. Die Einträge stammen aus den Jahren 1934 bis 1944.
Keystone
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Herr Piper, können Sie eine Fälschung der Tagebücher ausschliessen? Absolut ausschliessen kann ich eine Fälschung nicht, weil ich die Dokumente noch nicht mit eigenen Augen gesehen habe. Die Wahrscheinlichkeit einer Fälschung ist aber aus mehreren Gründen überwältigend klein: Die Existenz der Tagebücher von Alfred Rosenberg war immer bekannt. Sie lagen 1945 an den Nürnberger Prozessen vor und in den 1950er-Jahren wurden Teile davon veröffentlicht, und deren Echtheit ist unbestritten. Überdies sind die Wissenschaftler des amerikanischen Holocaust-Museums absolut vertrauenswürdig und die Aufnahmen, die ich im Internet gesehen habe, lassen mich an der Authentizität der Dokumente in keiner Weise zweifeln.

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