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Die «Piip-Show»

14 Stunden Blaumeisen beobachten, fünf Tage lang Live-Kamerabilder vom Postschiff der Hurtigruten: Im norwegischen Fernsehen ist das sogenannte Slow-TV zum absoluten Quotenrenner geworden.

Nistkästen, wie Wohnzimmer eingerichtet: Die Sendung mit der Meise wurde am nationalen Vogeltag ausgestrahlt. Foto: NRK (Agentur)
Nistkästen, wie Wohnzimmer eingerichtet: Die Sendung mit der Meise wurde am nationalen Vogeltag ausgestrahlt. Foto: NRK (Agentur)

US-Comedian Stephen Colbert hatte in der «New York Times» davon gelesen und diesem seltsamen TV-Format aus Norwegen dreieinhalb Minuten der Sendezeit seiner Show «Colbert Report» gewidmet. Kein Vergleich natürlich zu den zwölf Stunden, die der norwegische Sender NRK2 der «Nationalen Feuerholz-Nacht» einräumte: vier Stunden Holzhacken, Holztrocknen, Holzstapeln. Dann brennt das Feuer, weitere acht Stunden lang. Slow-TV nennen das die Norweger, eine Million Menschen sahen zu. «Das letzte Mal, dass so viele Amerikaner einem Stück Holz zugeschaut haben, spielte es an der Seite von Sandra Bullock», witzelte Colbert und meinte Keanu Reeves in dem Kinofilm «Das Haus am See».

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