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Lauter Schweizer jenseits der Grenze

Schon wieder war Roger Köppel bei «Hart aber fair» zu sehen. Was macht den «Weltwoche»-Verleger am deutschen Fernsehen zu einem gefragten Gast?

Am Montagabend war Roger Köppel wieder einmal in einer deutschen Talkshow zu Gast. Der Verleger und Chefredaktor der «Weltwoche» nahm bei «Hart aber Fair» an einer Debatte über das Flüchtlingsunglück bei Lampedusa teil. Mit Äusserungen wie «Wir können nicht ganz Afrika aufnehmen» sorgte er bei den anderen Gästen für heftigen Widerspruch und auf Twitter für den üblichen empörten Tenor: Köppel vermittle als «hässlicher Schweizer» ein ungünstiges und unkorrektes Bild unseres Landes.

Tatsächlich lässt Köppel in deutschen Talkshows keine Gelegenheit aus, sich als selbsternannter Schweizer Botschafter über die Überlegenheit der direkten Demokratie und die Rechtmässigkeit des Bankgeheimnis zu verbreiten. Dabei geht schnell vergessen, dass er nicht nur als Schweizer Repräsentant in Deutschland zu Gast ist. Seine Herkunft aus unserem neutralen und urdemokratischen Land mag seiner Meinung in staatspolitischen Angelegenheiten eine gewisse Relevanz verleihen, aber eingeladen wird er vor allem aus einem anderem Grund: Er ist kein Deutscher.

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