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TV-Kritik: Das scheinheilige Schaf

In der Schweiz geboren, mit 25 Jahren in die fremde Heimat ausgeschafft: «Reporter» wollte gestern Abend ein Opfer der Ausschaffungsinitiative zeigen. Das Mitleid mit dem Secondo wich jedoch schnell.

Der verurteilte Gewalttäter Baris kann nicht verstehen, warum ausgerechnet er ausgeschafft wird und macht grosse, traurige Augen.
Der verurteilte Gewalttäter Baris kann nicht verstehen, warum ausgerechnet er ausgeschafft wird und macht grosse, traurige Augen.
Screenshot SF
Baris' Eltern fühlen sich ungerecht behandelt, glauben ihrem Sohn, vergiessen Tränen, als sie sich am Flughafen Zürich von ihm verabschieden.
Baris' Eltern fühlen sich ungerecht behandelt, glauben ihrem Sohn, vergiessen Tränen, als sie sich am Flughafen Zürich von ihm verabschieden.
Screenshot SF
...zischt zu seinem Onkel: «Dieses Weib bedrängt mich. Es ist mir zu viel» – auf türkisch natürlich.
...zischt zu seinem Onkel: «Dieses Weib bedrängt mich. Es ist mir zu viel» – auf türkisch natürlich.
Screenshot SF
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Vermutlich hätte die Reporterin Karin Bauer einen ganz anderen Film zeigen wollen, als den, den wir gestern Abend auf SF zu sehen bekamen. Zumindest liess der Beschrieb etwas anderes erwarten: «Der Film zeigt beide Seiten: Hier die Gesellschaft, die so viel Sicherheit wie möglich will – dort das Schicksal eines Secondos, der seine Heimat nur aus den Ferien kennt.» Der arme Secondo, die böse Schweiz. Klang ganz nach einem nachträglichen Plädoyer gegen die Ausschaffungsinitiative.

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