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TV-Kritik: Jeder ein Organspender?

In der Schweiz gibt es vergleichsweise wenig Organspender. Weshalb das so ist und wie man auf der Transplantationsliste nach oben rückt, wurde gestern im «Club» diskutiert.

Spenderherzen, -nieren und -lebern sind in der Schweiz Mangelware. Wie sollen die wenigen passenden Organe auf die vielen wartenden Patienten verteilt werden? Und sollen in Zukunft grundsätzlich alle zu Organspendern werden? Die grosse Mehrheit im gestrigen «Club» setzte sich in diesen Fragen für mehr Organspenden ein. Die Medizinethikerin Ruth Baumann-Hölzle hatte da mit ihren etwas abstrakten Bedenken einen schweren Stand.

Ohne gespendete Leber wäre Gina Kalt, die gestern auch in der Runde sass, tot. Dank der Transplantation lebt die Lehrerin heute wieder ein normales Leben. Keine Selbstverständlichkeit, wie sie im gestrigen «Club» erklärt. «Könntest du nicht noch etwas dankbarer sein?», frage sie sich oft, wenn sie sich über eine Kleinigkeit in ihrem Alltag aufrege. Laut der Stiftung Swisstransplant warten heute in der Schweiz 1000 Patienten auf ein Spenderorgan. Jährlich sterben 67 Menschen, weil nicht rechtzeitig ein passendes für sie gefunden werden konnte.

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