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Umstrittenes «Simpsons»-Intro von Youtube entfernt

Der englische Guerilla-Künstler Banksy hat ein kritisches Intro zur TV-Serie «Die Simpsons» verfasst. Nun liess die «Simpsons»-Produktionsfirma den Clip von Youtube entfernen.

Er begann als Sprayer, zumeist in den Londoner Stadtteilen Camden, Hoxton und Shoreditch. Weil er nicht gut zeichnen konnte, benutzte er Schablonen, sogenannte Stencils.
Er begann als Sprayer, zumeist in den Londoner Stadtteilen Camden, Hoxton und Shoreditch. Weil er nicht gut zeichnen konnte, benutzte er Schablonen, sogenannte Stencils.
Keystone
Er schmuggelte seine Bilder auch ungefragt ins Museum.
Er schmuggelte seine Bilder auch ungefragt ins Museum.
Keystone
Friedenstaube mit kugelsicherer Weste.
Friedenstaube mit kugelsicherer Weste.
Keystone
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Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer durchs Internet: Der Streetart-Künstler Banksy hatte eine Intro-Sequenz zu einer «Simpsons»-Folge beisteuern dürfen. Darin zu sehen sind geschundene Arbeiter eines ausbeuterischen Betriebs in Asien, wie sie allerlei Merchandise-Artikel für die «Simpsons»-Sendung produzieren. Ein Kind hantiert mit giftigen Flüssigkeiten, Kätzchen werden geschreddert, um Bart-Puppen mit Fell zu füllen, ein Pandabär wird gepeitscht, damit er einen Karren zieht, ein klappriges, angekettetes Einhorn wird als DVD-Stanze missbraucht. Und überall liegen menschliche Gebeine herum.

Auf Youtube ist dieser Clip bald nicht mehr zu sehen. Wer danach sucht, stösst auf diese Nachricht: «Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von Twentieth Century Fox nicht mehr verfügbar.» Rund zwölf Stunden nach der Fernsehausstrahlung hat die «Simpsons»-Produktionsfirma Fox damit begonnen, den Clip löschen zu lassen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten gut 42'000 User den Clip aufgerufen. Gemäss Google generierte das kritische Intro mehr als 50'000 Blog-Einträge und rund 300 Nachrichtenartikel. Auch bei Twitter und Google Trends figurierte der Clip in den Charts.

Ob Fox durch den kritischen Clip einen Imageschaden befürchtet – oder den Hype ausnutzen will, um die User auf die eigene Videoplattform Hulu.com zu locken, ist bei US-Medienexperten umstritten.

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