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Geschmacklose Kunst

Sind schlechter Geschmack und Kitsch ein Ausstellungsthema? Ja, wenn sie so gross angelegt und so lustvoll gestaltet sind wie die Ausstellung «Böse Dinge».

Bei diesem Aschenbecher fällt einem das Aufhören schwer. Oder ist genau das Gegenteil der Fall?
Bei diesem Aschenbecher fällt einem das Aufhören schwer. Oder ist genau das Gegenteil der Fall?
Armin Herrmann/Museum der Dinge
Und hier noch das passende Feuerzeug dazu. Es stammt aus China und trägt ein heikles Sujet mit dem Namen «9.11.»
Und hier noch das passende Feuerzeug dazu. Es stammt aus China und trägt ein heikles Sujet mit dem Namen «9.11.»
Armin Herrmann/Museum der Dinge
Wenn dieser Stuhl unbequem werden sollte, kann man sich ihn ohne Probleme noch ein wenig in Form hammern. «Do hit chair for Droog» von Marijn van der Poll aus dem Jahr 2000.
Wenn dieser Stuhl unbequem werden sollte, kann man sich ihn ohne Probleme noch ein wenig in Form hammern. «Do hit chair for Droog» von Marijn van der Poll aus dem Jahr 2000.
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Sind schlechter Geschmack und Kitsch ein Ausstellungsthema? Immerhin ist es schon viele Jahr her, dass der röhrende Hirsch (als Bild) im elterlichen Schlafzimmer freigesprochen wurde und die Pirsch eröffnet war für spätere, gezielt gesetzte Duftmarken der Provokation. Spätestens seit den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts hat sich im Design die Demarkationslinie zwischen schlechtem Geschmack und guter Form gelockert, ja sie wurde zu einem interessanten Gebiet, das von Gestaltern und Konzeptdesignern lustvoll und listig durchwandert wurde. Etwa von den Designern der italienischen Memphis-Gruppe, die sich vor 40 Jahren erstmals trauten, Ironie in Möbel umzusetzen.

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