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«Beide Seiten schenken sich nichts»

Russland nutze die Fliehkräfte in der Ukraine für seine eigenen Interessen, sagt Osteuropaforscher Malvin Oppold. Kiew müsse nun eine gemeinsame Identität finden – wie es auch im Dokumentarfilm «Maidan» vorgeträumt wird.

Mit Malvin Oppold sprach Pascal Blum
Der Dokumentarfilm «Maidan» zeigt die Eskalationen während der Proteste in Kiew 2014. Foto: PD
Der Dokumentarfilm «Maidan» zeigt die Eskalationen während der Proteste in Kiew 2014. Foto: PD

Wie schätzen Sie die aktuelle Lage in der Ukraine ein?

Erratisch. Der Waffenstillstand hält weitestgehend, eine gespenstische Ruhe ist eingekehrt. Minsk II sieht den Abzug schwerer Waffen vor; weil das nicht geschieht, bleiben beide Seiten wachsam. Das Beste wäre, wenn die kriegerischen Mittel in einen politischen Prozess überführt werden könnten. Unabdingbar ist dabei die Föderalisierung, also lokale Wahlen innerhalb der ukrainischen Verfassung. Das müssen aber auch die Separatisten akzeptieren.

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