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Der Robin-Hood-Schuss ist kein Märchen

Was für Wilhelm Tell der Apfelschuss, ist für Robin Hood der Schuss auf einen bereits steckenden Pfeil. Doch ist ein solcher Treffer in Wirklichkeit möglich? Und ob! Sehen Sie selbst.

Unter Bogenschützen ist der «Robin-Hood-Schuss» ein fester Begriff. Dass ein Pfeil direkt auf das Ende eines bereits in der Scheibe steckenden Pfeils trifft, kommt immer wieder mal vor. «In der Regel ist ein solcher Treffer aber reiner Zufall», sagt der Bogenbauer Urs Huber.

Allerdings: Dass sich der getroffene Pfeil spaltet, wie dies in zahlreichen «Robin Hood»-Übertragungen kolportiert wird, ist die Ausnahme. Einerseits bestehen die Pfeile heute aus einem dünnen Kunststoffrohr, das Geschoss verschwindet im getroffenen Pfeil, oft sorgt aber schon die Nocke (hintere Pfeilabdeckung) dafür, dass das Geschoss nicht in den steckenden Pfeil eindringen kann.

Der gespaltene Pfeil, die begehrte Trophäe

Der Robin-Hood-Schuss übt nach wie vor eine grosse Faszination aus, auch in Zeiten der Hochpräzisionsbogen. In der Verfilmung von 1991 mit Kevin Costner als Robin Hood wurde der Schuss ausgiebig zelebriert, indem die Kamera scheinbar mit dem Pfeil Richtung Ziel schnellte. Im Internet finden sich unzählige Fotos und Videos von Hobbyschützen, die sich damit brüsten, einen Robin-Hood-Schuss vollbracht zu haben. Zum Teil hängen die Schützen die durchbohrten Geschosse als Trophäen an die Wand.

Der Bogenschiessclub Bow Hunter Seeland in Port (BE) sammelt gar auf seiner Homepage Bilder von getroffenen und gespaltenen Pfeilen. Aber auch Profis versuchen sich immer mal wieder in der Kunst des Pfeiltreffens, insbesondere für TV-Shows. Denn: Wer möchte nicht selbst ein kleiner Robin Hood sein?

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