Die Realität boomt

Die Zahl der Schweizer Dokumentarfilme hat sich in den letzten Jahren verdoppelt. Junge Regisseure entdecken die Doku als ideales Mittel für die heutige Zeit.

Die Schweizer Regisseurin Nicole Vögele dreht mit Crew und Protagonist in Nantou County, Taiwan, eine Szene für «Closing Time». Foto: Rex Lu

Pascal Blum@pascabl

Sabine Gisiger poltert an die Tür. Es kommt ein erschöpftes Hallo, am Boden liegen geordnet Post-it-Zettel, auf denen Filmszenen notiert sind. Zwei Studenten sind in einem Schneideraum derZürcher Kunsthochschule gerade dabei, ihren Master-Film zu montieren, es geht um Männer, die nach Ende ihrer Haftstrafe von der Schweiz in die Türkei abgeschoben wurden. Im Nebenraum schneidet eine Studentin ihren Bericht über die paralympische Mannschaft der Ukraine, die mit der Besetzung der Krim ihre Trainingsanlage verloren hat. Die Studenten sässen monatelang an den Schnittplätzen, sagt Dokfilmprofessorin Gisiger. «Erstaunlich, nicht?»

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