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Gericht bestätigt Haftstrafe für Regisseur Panahi

Der iranische Filmemacher wurde letztes Jahr wegen der Unterstützung der Opposition festgenommen. Nun hat ein Berufungsgericht eine Gefängnisstrafe von sechs Jahren gegen ihn bekräftigt.

Kann sich noch frei bewegen: Jafar Panahi. (Archivbild)
Kann sich noch frei bewegen: Jafar Panahi. (Archivbild)
Keystone

Ein iranisches Berufungsgericht hat die sechsjährige Haftstrafe für den Filmemacher Jafar Panahi bestätigt. Wie seine Familie mitteilte, hielt das Gericht auch das 20-jährige Berufs- und Reiseverbot für den renommierten Regisseur aufrecht.Panahi, der offen die iranische Oppositionsbewegung unterstützt, war im Dezember wegen «Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit und Propaganda gegen die Regierung» verurteilt worden. Nach Angaben seiner Familie befand er sich auf freiem Fuss.

Panahi war Anfang März des vergangenen Jahres zusammen mit 16 Mitstreitern in seinem Haus in Teheran verhaftet worden. Die meisten von ihnen wurden kurze Zeit später wieder freigelassen. Der Filmemacher kam erst nach knapp drei Monaten gegen Zahlung einer Kaution von umgerechnet rund 200'000 Franken vorläufig frei. Während seiner Haft war er aus Protest in einen Hungerstreik getreten.

Panahi zählt zu den im Ausland bekanntesten Regisseuren aus dem Iran, trotz seines internationalen Erfolgs fielen jedoch die meisten seiner Filme im Iran der Zensur zum Opfer. Seine Festnahme hatte international Proteste ausgelöst. Obwohl er in diesem Jahr Jurymitglied der Berlinale war, durfte er im Februar wegen seines Hausarrests nicht nach Berlin kommen.

SDA/kpn

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