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In der Feuerwalze des Gutgemeinten

Beeindruckend, aber noch nicht bestechend: Angelina Jolie hat an den Berliner Filmfestspielen ihre erste Regiearbeit gezeigt. «In the Land of Blood and Honey» verliert sich allzu schnell im Banalen.

Die Malerin Ajla (Zana Marjanovic) mit dem bosnischen Guerilla Tarik (Boris Ler) – sie ist die starke, schöne Frau in Angelina Jolies politisch korrektem Kriegsdrama. Fotos: PD
Die Malerin Ajla (Zana Marjanovic) mit dem bosnischen Guerilla Tarik (Boris Ler) – sie ist die starke, schöne Frau in Angelina Jolies politisch korrektem Kriegsdrama. Fotos: PD

Es ist alles verkehrt an der diesjährigen Berlinale: Angelina Jolie ist jetzt Re­gisseurin, und die französische Königin ­Marie-Antoinette, das bisher zuverlässig Kuchen und Männer verschlingende Partygirl, ist plötzlich lesbisch. Aber es soll hier ja auch alles ein bisschen ­verkehrt und anders sein; denn der alles beherrschende Mainstream, so sagte ­Jurypräsident Mike Leigh zur Festivaleröffnung, der sei schliesslich Hollywood, und wahre Filmkunst würde nur im Kleinen wachsen. Zum Beispiel an der Berlinale. Blöd nur, dass der Festivaldirektor Dieter Kosslick öffentlich ­bedauerte, dass er nicht Scorsese mit «Hugo» für die Eröffnung bekommen hatte. Scorsese? Hallo Hollywood?

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