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«In der Liebe gibt es keinen Fortschritt»

Der 21-jährige Kanadier Xavier Dolan ist der frühreife Dandy des frankofonen Kinos. Bei seinem zweiten Spielfilm beruft er sich auf Roland Barthes.

«Ich liebe die Zeitlupe, sie entspricht meiner Persönlichkeit»: Regisseur Xavier Dolan präsentierte kurz nach seinem ersten schon seinen zweiten Film.
«Ich liebe die Zeitlupe, sie entspricht meiner Persönlichkeit»: Regisseur Xavier Dolan präsentierte kurz nach seinem ersten schon seinen zweiten Film.
Reuters

Mit romantischem Weltschmerz und der unverschämten Arroganz der Jugend inszeniert Xavier Dolan sein an die Nouvelle Vague erinnerndes Universum und sich selbst. Sein autobiografisch gefärbter Erstling «Comment j’ai tué ma mère», ein bitter-komisches Beziehungsdrama zwischen Mutter und Sohn, machte den Regisseur vor zwei Jahren in Cannes schlagartig bekannt. Nur ein Jahr später kehrte er mit seinem zweiten Film «Les amours imaginaires» nach Cannes zurück – und beeindruckte mit seinem genauen Blick auf das hoffnungslose Verliebtsein und mit seiner Lust an formalen und musikalischen Kontrasten zwischen Dalida und Wagner.

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