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Kämpferin gegen das Vergessen des Balkankrieges

Die bosnische Filmemacherin Jasmila Zbanic erhält den mit 75'000 Euro dotierten Kairos-Preis der Alfred Toepfer Stiftung – einen der höchstdotierten Kulturpreise Europas.

Mit dem Goldenen Bären: Zbanic wurde 2006 für ihren Spielfilm «Grbavica» ausgezeichnet, der den sexuellen Missbrauch von Zivilistinnen durch Soldaten während des Bosnienkriegs thematisiert.
Mit dem Goldenen Bären: Zbanic wurde 2006 für ihren Spielfilm «Grbavica» ausgezeichnet, der den sexuellen Missbrauch von Zivilistinnen durch Soldaten während des Bosnienkriegs thematisiert.
Keystone

Die 39-Jährige, die in Sarajevo geboren wurde, kämpfe in ihrer Heimat gegen das Vergessen des Balkankrieges und werbe mit ihren Filmen zugleich um Versöhnung, begründete das Kuratorium am Dienstag die Wahl.

Mit Filmen wie «Esmas Geheimnis» (Originaltitel: «Grbavica»), der bei der Berlinale 2006 den Goldenen Bären für den Besten Film gewann, beweise Jasmila Zbanic eine eigenständige künstlerische Handschrift, hiess es. Der Film habe eine breite Debatte über die Rechte von im Krieg vergewaltigten Bosnierinnen entzündet.

Beim 2007 ins Leben gerufenen Kairos-Preis handelt es sich um einen der höchstdotierten Kulturpreise in Europa. Er soll Kulturschaffenden Impulse für ihr weiteres Wirken geben. Die letzten Preisträger waren der polnische Künstler Pawel Althamer und die türkischstämmige Theatermacherin Shermin Langhoff.

SDA

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