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Stars und Talente in Locarno

Alain Delon, Charlotte Rampling und Ornella Muti, neue Filme von Michael Steiner und Christoph Schaub – das 65. Filmfestival von Locarno wartet mit zahlreichen Higlights auf.

Auch dieses Jahr werden auf der Piazza grande zahlreiche Filme gezeigt.
Auch dieses Jahr werden auf der Piazza grande zahlreiche Filme gezeigt.
Keystone

Letztes Jahr sprach Festivalpräsident Marco Solari von einem «seligem Zustand», dieses Jahr, so sagte er am Mittwoch vor den Medien, gehe es dem Festival in künstlerischer und finanzieller Hinsicht «sogar noch besser». Möglich gemacht haben das unter anderem neue Sponsoren, die sich trotz Krise spendabel zeigten.

Der oberste Schweizer Filmchef, Ivo Kummer vom Bundesamt für Kultur, freute sich über die starke Präsenz des einheimischen Filmschaffens in Locarno: Drei Filme werden auf der Piazza Grande und zwei Beiträge im Internationalen Wettbewerb gezeigt.

13 Weltpremieren

Auf der Piazza gehen «Nachtlärm» von Christoph Schaub, «Das Missen Massaker» von Michael Steiner und der Dokumentarfilm «More Than Honey» von Markus Imhoof vor je bis zu 8000 Zuschauern über die Riesen-Leinwand.

Weitere Highlights auf dem schmucken Platz sind «Magic Mike» von Steven Soderbergh mit Channing Tatum und Matthew McConaughey, «Bachelorette» von Leslye Headland mit Kirsten Dunst, «No» von Pablo Larraín mit Gael Garcia Bernal und «Ruby Sparks» von Jonathan Dayton und Valerie Faris mit Antonio Banderas und Annette Bening. Eröffnet wird das Filmfest mit dem Krimi «The Sweeney» von Nick Love auf der Piazza.

Im Internationalen Wettbewerb kämpfen 19 Filme um Pardi d'oro, 13 davon feiern in Locarno ihre Weltpremiere, wie der künstlerische Direktor Olivier Père sagte. Die Schweiz ist mit zwei Dokumentarfilmen vertreten: «Image Problem» von Simon Baumann und Andreas Pfiffner und «The End of Time» von Peter Mettler.

Viele neue Namen

Das Festival soll wie auch in den letzten Jahren zugleich grosszügig und anspruchsvoll sein, sagte Père. Im Hauptwettbewerb werde jedoch weiter Wert auf Neuentdeckungen gelegt. So stehen denn auch kaum bekannte Namen auf der Liste der Regisseure. Das muss nichts heissen: Auch Claude Chabrol, Stanley Kubrick, Paul Verhoeven, Milos Forman, Alain Tanner, Atom Egoyan, Jim Jarmusch, Spike Lee, Abbas Kiarostami, Gus Van Sant und Fatih Akin wurden in Locarno entdeckt.

Mit fast 300 Filmen stehen bei der 65. Ausgabe des Festivals etwas mehr Beiträge auf dem Programm als letztes Jahr. Das ist laut Père vor allem den zahlreichen Hommagen zu verdanken. Mit ihnen werden zum einen Preisträger geehrt: Alain Delon etwa, der den Life Achievement Award erhält, sowie die Produzenten Johnnie To und Peter- Christian Fueter, die Karriere-Leoparden abholen dürfen.

Hommagen und Retrospektive

Dazu kommen zehn weitere Hommagen, unter anderem für Dino Risi, Ornella Muti, Ben Wheatley, Robert Aldrich und Krzystof Zanussi. Die Hommagen gehören zum neu geschaffenen Programmgefäss «Histoire(s) du cinéma», in dessen Rahmen auch restaurierte Klassiker und Dokumentarfilme übers Filmschaffen gezeigt werden.

Die grosse Klassiker-Retrospektive ist dieses Jahr Otto Preminger (1905-1986) gewidmet. Sein «Bonjour Tristesse» erhält sogar einen Ehrenplatz auf der Piazza (10. August). Unter den fast 40 weiteren Werken des Hollywood-Regisseurs mit europäischen Wurzeln sind etwa «River of no Return», «The Man With the Golden Arm» und «Exodus».

SDA

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