Universal sagt Start von umstrittenem Film ab

Nach den Attacken in El Paso und Dayton wird die Sozialsatire «The Hunt» vorerst nicht in den Kinos erscheinen.

Der US-Präsident bezeichnete die Macher von «The Hunt» als Rassisten. Foto: Gabe Ginsberg/AFP

Der US-Präsident bezeichnete die Macher von «The Hunt» als Rassisten. Foto: Gabe Ginsberg/AFP

Das Filmstudio Universal hat nach den jüngsten Schusswaffenangriffen mit zahlreichen Toten in den USA den Kinostart von «The Hunt» , einer extrem brutalen Sozialsatire, abgesagt. «Wir verstehen, dass jetzt nicht die richtige Zeit ist, um diesen Film herauszubringen,» erklärte Universal Pictures am Samstag (Ortszeit). Dem Entscheid, den Kinostart für unbestimmte Zeit abzusagen, seien sorgfältige Überlegungen vorangegangen, hiess es weiter.

Der Film mit Oscar-Preisträgerin Hilary Swank in einer der Hauptrollen sollte Ende September in den USA in die Kinos kommen. In ihm geht es um die tiefen Gräben zwischen den sozialen Schichten in den Vereinigten Staaten. Die böse Satire zeigt reiche Bürger, die aus purem Klassendünkel in ländlichen Gebieten mit Schusswaffen auf die Jagd nach Menschen aus armen Schichten gehen.

Konservative Kreise hatten den Film scharf kritisiert und dessen ursprünglich geplanten Kinostart mit Blick auf die jüngsten Schusswaffenangriffe in El Paso und Dayton mit insgesamt 31 Toten als unpassend bezeichnet.

US-Präsident Donald Trump schloss sich dieser Kritik an. Ohne «The Hunt» beim Namen zu nennen schrieb er am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter, ein neuer Film zeige, dass «das liberale Hollywood im höchsten Masse rassistisch» sei. In Hollywood seien die «wahren Rassisten» angesiedelt, «und sie sind sehr schlecht für unser Land».

sda

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