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Von der Sprechrolle

In der deutschen Fassung des Animationsfilms «Ich – Einfach unverbesserlich 3» ist der Zürcher Kabarettist Marco Rima in einer kleinen Nebenrolle zu hören. Im Interview erzählt er von seinen ­Erfahrungen als Synchronsprecher.

Spielt für einmal «nur» mit der Stimme: Der Schweizer Kabarettist Marco Rima spricht in «Ich - Einfach unverbesserlich 3» den Butler Fritz.
Spielt für einmal «nur» mit der Stimme: Der Schweizer Kabarettist Marco Rima spricht in «Ich - Einfach unverbesserlich 3» den Butler Fritz.
zvg

Herr Rima, Ihre Filmfigur heisst Fritz und ist ein britischer Butler. Es gab also für die deutschen Produzenten der Synchron­fassung gar keinen Grund, einen Schweizer zu engagieren.Marco Rima: Das stimmt, sie hätten auch einen Bayern nehmen können oder jemanden aus dem Schwabenland – umso mehr freut es mich, dass ich den Part bekommen habe. Das war übrigens ein ganz normaler Castingaufruf, und weil ich sowieso gerade in Berlin war, ging ich dort vorbei. Die Aufnahmen wurden dann auch noch in den USA Probe gehört, und die haben sich dann rein aufgrund der stimmlichen Qualitäten entschieden. Aber ich gehe davon aus, dass man ihnen auch gesagt hat, dass ich in der deutschsprachigen Schweiz über eine gewisse Popularität ver­füge. Die Nebenrolle von Fritz hat mich übrigens nicht mehr als einen halben Tag Arbeit gekostet.

Der offizielle Trailer zu «Ich - Einfach unverbesserlich 3». Video: Youtube/KinoCheck

Gibt es Wesenszüge, die Sie in Butler Fritz wiedererkennen? Fritz ist liebenswürdig, ordnungsbewusst und ein Überbringer von guten Nachrichten – was hoffentlich auch auf mich zutrifft (lacht).

Er arbeitet für den einstigen Oberschurken Gru. Ein gefährlicher Job? Gleich in meiner ersten Szene werde ich von Gru mit einer Rakete in die Luft gesprengt. Bei diesem Gag haben wir natürlich auch versucht, Fritz stimmlich noch etwas auszumalen.

Ich dachte: Wow, ich bin als Autobus in einem Formel-1-Rennen gelandet.

Marco Rima

Fritz hat nur kurze Auftritte, die sich durch den ganzen Film ziehen. Ist es als Sprecher nicht schwierig, wenn man nur einzelne Sätze einstreuen darf und keinen eigentlichen dramatischen Aufbau verfolgen kann? Nein, denn genau hierfür hat man ja die Dialogregie, die den Überblick über das ganze Drehbuch hat und die einem klare Anweisungen gibt. Ausserdem ist es ja auch bei Realfilmen so, dass man die Geschichte nicht chronologisch einfängt, sondern beim Drehen in der Handlung «herumspringt». Aber die Zusammenarbeit mit den anderen Synchronstimmen war schon eine riesige Herausforderung: Synchronsprechen ist ein echter Beruf, das verdient Respekt. Das waren Vollprofis, und manchmal habe ich mir schon gedacht: «Wow, ich bin hier als Autobus in einem Formel-1-Rennen gelandet.»

Formel 1 ist ein gutes Stichwort: «Ich – Einfach unverbesserlich 3» ist extrem temporeich, randvoll mit Gags, die visuellen Einfälle überlagern die Figurenzeichnung. Wie war Ihre Reaktion auf das Endergebnis? Was die Figurenzeichnung betrifft: Es hat ja auch ein paar sehr emotionale Szenen drin. Aber zum Tempo: Das sind halt die Sehgewohnheiten der Youtube-Generation. Wobei, es hat ja auch viel 80er-Jahre-Musik und ulkige Tanzszenen drin, die ältere Zuschauer wie mich mitreissen. Der Film ist schliesslich für Familien gedacht, und ich bin mir sicher, dass er die auch begeistern wird.

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