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«Die Oper erhielte zusätzliche Mittel»

Josef Estermann, Verwaltungsratspräsident der Zürcher Oper, lehnt die radikalen Umbaupläne von Pro-Helvetia-Direktor Pius Knüsel ab – obwohl er glaubt, dass seine Institution profitieren würde.

Kann Knüsels Vorschlägen nicht viel abgewinnen: Josef Estermann, Verwaltungsratspräsident der Zürcher Oper. (Aufnahme vom 12. Dezember 2007)
Kann Knüsels Vorschlägen nicht viel abgewinnen: Josef Estermann, Verwaltungsratspräsident der Zürcher Oper. (Aufnahme vom 12. Dezember 2007)
Keystone
Vertritt eine forcierte Digitalisierung: Der Leiter des Cabaret Voltaire, Philipp Meier. (Aufnahme vom 6. Oktober 2004)
Vertritt eine forcierte Digitalisierung: Der Leiter des Cabaret Voltaire, Philipp Meier. (Aufnahme vom 6. Oktober 2004)
Keystone
People are waiting for the start of the award night of the Zurich Film Festival on October 1, 2011 in the Opernhaus in Zuerich. (KEYSTONE/Samuel Truempy)
People are waiting for the start of the award night of the Zurich Film Festival on October 1, 2011 in the Opernhaus in Zuerich. (KEYSTONE/Samuel Truempy)
Keystone
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Herr Estermann, begrüssen Sie die Subventionsdebatte, die Pius Knüsel am Montag per «Spiegel» lanciert hat? Ich sehe nicht, dass eine Debatte lanciert worden wäre. Ein Umverteilungskampf vielleicht, mit einer Argumentation, die damit beginnt, dass die «Spiegel»-Autoren die politische Losung der 68er, «Kultur für alle», als inneren Widerspruch geisseln, und damit endet, dass Kulturpolitik als eine «grosse Möglichkeit für alle» propagiert wird. Doch auch für diesen Umverteilungskampf werden kaum Begründungen geliefert. Was soll man mit dem Satz «Die Hälfte genügt» anfangen? Oder zum Beispiel mit dem Vorschlag, 4'200 der gut 8'000 deutschen Bibliotheken zu schliessen – ohne den Hauch einer Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Informationsgesellschaft oder der Bedeutung moderner Bibliotheken für den Zugang zum Wissen?

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