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Klassiker der Woche: Das Böse hypnotisieren

Arvo Pärts «Da pacem Domine» entstand 2004 nach den Anschlägen in Madrid. Als ebenso zeitlose wie brandaktuelle Musik.

Musik unserer Zeit könne nicht die Schönheiten der Vergangenheit zelebrieren: Diese Haltung haben viele heutige Komponisten; auch der Este Arvo Pärt, der kürzlich seinen 80. Geburtstag gefeiert hat, vertrat sie in seinen avantgardistischen Anfängen. Aber dann geriet er in eine Krise, komponierte jahrelang nichts mehr, beschäftigte sich mit dem gregorianischen Choral – und fand mit dem Klavierstück «Für Alina» 1976 jenen Stil, der ihn zum Kultkomponisten machte. Seine Musik erlaubte sich nun die Schönheit der Vergangenheit. Aber sie klang dennoch gegenwärtig.

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