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Zürcher Flughafen unter Musikern schon früher berüchtigt

Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja hat bei der Einfuhr ihres wertvollen Instruments Fehler begangen. Trotzdem erweist sich der Flughafenzoll als besonders stur, meint Bernhard Odehnal.

Österreichs Medien haben die Affäre verschlafen. Erst als die wertvolle Geige der Österreichischen Nationalbank (ÖNB) auf dem Weg von Zürich nach Wien war, erschienen Berichte über die Probleme der Geigerin Patricia Kopatchinskaja mit dem Schweizer Zoll. Unter Musikern spricht sich die Affäre jedoch schnell herum. Und sorgt für Verunsicherung.

Viele österreichische Musiker spielen regelmässig in der Schweiz. Nie sei ihr in den Sinn gekommen, ihr Instrument beim Zoll zu deklarieren, sagt eine Geigerin, die sich nun vor bürokratischen Hürden bei zukünftigen Engagements in Zürich oder Bern fürchtet. Eine Cellistin erzählt, dass der Zürcher Flughafen unter Musikern schon bisher berüchtigt war. Mal wurde beim Check-in die Mitnahme des Instruments in der Kabine verweigert, mal liess sie ein ruppiger Zollbeamter kostbare Instrumente in der Empfangshalle auspacken. Musiker stehen beim Schweizer Zoll offenbar unter Generalverdacht. Ein gastfreundlicher Empfang sieht anders aus.

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