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Golems, Robocops und treue Spielkameraden

Das Tinguely-Museum Basel geht in der Ausstellung «Roboterträume» den Beziehungen zwischen Mensch und Maschine nach.

Schon die alten Dädalus- und Golem-Sagen erzählten vom Aufstand künstlich belebter Kreaturen gegen ihre Schöpfer. Aber erst als die Aufklärung den Menschen als Maschine zu beschreiben begann und Automatenbauer wie Vauconson und Baron van Kempelen den Maschinen menschliche Gestalt gaben, wurde die Horrorvorstellung technisch machbar und künstlerisch vorstellbar.

Die jüngste Generation autonomer Roboter hat wenig mit den mechanischen Puppen der Romantik und den ferngesteuerten Arbeitssklaven der Industrie gemein. Noch gehen sie dem Menschen in Fabrik und Haushalt, als Pflege- oder Sexroboter gehorsam zur Hand. Aber die Herr-Knecht-Hierarchie wird mehr und mehr aufgelöst zugunsten einer partnerschaftlichen Symbiose, die den Robotern selbstständiges Denken und Lernen, soziale Kommunikations- und Interaktionsformen, ja sogar Emotionen und vertrauenerweckende Fehlfunktionen abverlangt.

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