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Gurlitt-Erbin will um Kunstwerke kämpfen

Cornelius Gurlitt habe sich von einem Nazinetzwerk verfolgt gefühlt, urteilt ein Gutachter. Nun stellt sich die Frage: Konnte er seine Sammlung überhaupt nach Bern vererben?

Ende November wird der Stiftungsrat beschliessen, ob das Kunstmuseum Bern das Gurlitt-Erbe annimmt.
Ende November wird der Stiftungsrat beschliessen, ob das Kunstmuseum Bern das Gurlitt-Erbe annimmt.
Urs Baumann
Denkbar ist, dass die gefundenen Kunstwerke von Gurlitts österreichischem Haus in seine Münchner Wohnung gebracht wurden: Das Namensschild von Cornelius Gurlitt an seinem Haus in Salzburg.
Denkbar ist, dass die gefundenen Kunstwerke von Gurlitts österreichischem Haus in seine Münchner Wohnung gebracht wurden: Das Namensschild von Cornelius Gurlitt an seinem Haus in Salzburg.
dpa
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
2014 ProLitteris, Zürich, Keystone
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Es hatte nach einem gut ausbalancierten Deal ausgesehen: Das Kunstmuseum Bern nimmt Cornelius Gurlitts Erbe an. Das Haus erhält damit die Herrschaft über den «Schwabinger Kunstfund» – mehr als tausend Bilder und Zeichnungen, die der Sammler Gurlitt jahrzehntelang bei sich zu Hause versteckt hatte. Der deutsche Staat finanziert weiterhin die Taskforce, welche die Herkunft der Werke untersucht und feststellt, ob es sich allenfalls um Raubkunst handelt. Bestätigt sich ein Verdacht, geht das Bild an den rechtmässigen Eigentümer. Werke, die zur «entarteten Kunst» gehören, können deutsche Museen als Leihgaben ausstellen. Alles, was laut Presse noch fehlte, war das grüne Licht des Kunstmuseums.

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