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«Ich habe niemals Kunst gesammelt, wie es ein Investor tun würde»

Der US-Kunstsammler und Banker Roy R. Neuberger ist am Weihnachtswochenende im Alter von 107 Jahren in New York gestorben. Er galt als einer der grössten Kunstsammler der USA.

Roy Neuberges Tod wurde von seinem Enkel Matthew London bestätigt, wie die «New York Times» am Samstag in einem Nachruf berichtet. Neuberger hatte über Jahrzehnte hinweg eine der grössten Sammlungen zeitgenössischer Werke vor allem lebender Künstler in Amerika aufgebaut und viele Werke öffentlich ausgestellt, darunter Arbeiten von Jackson Pollock, Willem de Kooning und Georgia O'Keeffe.

Die Sammlung wurde mit Einnahmen aus seiner Investmentfirma Neuberger Berman finanziert, die er 1939 mit Robert B. Berman ursprünglich als Neuberger & Berman gegründet hatte. Neuberger habe niemals ein Werk eines lebenden Künstlers verkauft, schrieb die «New York Times». Er habe nach eigenem Bekunden «niemals Kunst gesammelt, wie es ein Investor tun würde».

Teil der Sammlung versteigert

Das Blatt zitierte ihn mit den Worten: «Ich sammle Kunst, weil ich sie liebe». Vergangenen September allerdings waren eine Reihe von Werken aus seiner Sammlung im Auktionshaus Sotheby's unter den Hammer gekommen. Sie stammten aus der Konkursmasse der Lehman Brothers, an die Neuberger Berman 2003 verkauft worden war. Die Sammlung Neuberger Berman besteht weiterhin. Ein Grossteil der Sammlung ist im Neuberger Museum of Art am Purchase College der State University of New York zu sehen, das 1974 vom Architekten Philip Johnson gebaut worden war.

SDA/jak

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