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Sensationsfund doch keine Sensation

Ein vermeintliches Gemälde des legendären Barockmalers Caravaggio stammt nach Auffassung von Experten nicht vom italienischen Meister.

Kunstexperten haben in Rom ein fälschlicherweise vorab als Caravaggio-Gemälde bezeichnetes Kunstwerk enthüllt. Das Bild mit dem Titel «Das Martyrium des heiligen Laurentius» sei «kein Caravaggio, aber trotzdem ein interessantes Gemälde», sagte die Kunsthistorikerin und Caravaggio-Expertin Mina Gregori am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Rom. Aufgrund der «kontrastierenden Lichtverhältnisse» stamme das Kunstwerk «mit Sicherheit» aus der Schule Caravaggios. Der Meister selbst sei jedoch «eleganter »gewesen und hätte beispielsweise die Gesten der Figuren anders gemalt.

Die Vatikan-Zeitung «Osservatore Romano» hatte in der vergangenen Woche mit einem Bericht die Kunstwelt in Aufregung versetzt, dass es sich bei dem neu entdeckten Gemälde um einen Caravaggio handle. Nur wenige Tage später ruderte die Zeitung allerdings zurück und druckte einen Artikel des Direktors der vatikanischen Museen, Antonio Paolucci, unter der Überschrift: «Ein neuer Caravaggio? Nicht wirklich.»

Caravaggio gilt als einer der bedeutendsten italienischen Maler überhaupt. Mit seinen Schatten-und-Licht-Kompositionen revolutionierte er während des Frühbarocks die Malerei und beeinflusste mit seiner realistischen Bildgestaltung neben den flämischen Meistern Peter Paul Rubens und Rembrandt zahlreiche weitere Maler dieser Epoche. Zu Caravaggios bekanntesten Werken gehören «Bacchus», «Abendmahl in Emmaus» und die «Opferung Isaaks».

jm/mt

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