Zum Hauptinhalt springen

Small Talk im Wohnstudio

Der Heimiswiler Künstler Pierre Mettraux setzt mit seiner neuesten Ausstellung ein Zeichen gegen die verflachende Gesprächskultur.

Die Kunst von Pierre Mettraux trifft auf modernes Wohndesign: Die aktuelle Ausstellung findet bei Wohnform am Kronenplatz statt.
Die Kunst von Pierre Mettraux trifft auf modernes Wohndesign: Die aktuelle Ausstellung findet bei Wohnform am Kronenplatz statt.
Thomas Peter

Es war die Vorfreude auf die Sommerferien, die den Heimiswiler Künstler Pierre Mettraux dazu animierte, seine aktuelle Ausstellung zu konzipieren. «Ich versetzte mich gedanklich in ein sizilianisches Dörfchen oder eine Ortschaft in der Haute Provence und stellte mir vor, wie auf dem Dorfplatz plötzlich die Leute zusammenkommen und miteinander zu reden beginnen», sagt er. Daraus entstand eine Serie aus grösseren und kleineren Holzfiguren, die paarweise oder in Gruppen arrangiert sind, sodass sie in ein Gespräch vertieft zu sein scheinen, manche von ihnen aufmerksam, andere abgelenkt, wiederum andere heiter und aufgeräumt. Sie sind, in bewährter Mettrauxscher Manier, auf das absolut Wesentliche beschränkt und doch unverwechselbar im individuellen Ausdruck. Viele von ihnen tragen ein langes, schlichtes Gewand, das sie aussehen lässt wie Gestalten aus der Bibel oder aus «Tausendundeiner Nacht», andere sind unzweifelhaft als Schweizer Jodler zu erkennen, die sich zu einem Schwatz oder Jutz formiert haben.

Das Publikum einbeziehen

«Ich gestaltete die Figuren so, dass man als Betrachter gleichsam mit ins Gespräch hineingezogen und sozusagen Teil der Gruppe wird», erklärt der Künstler. Somit habe er auf seine Art ein Zeichen gegen die schwindende Gesprächskultur in Mitteleuropa setzen wollen – kontra SMS, Kurzgrussformeln und dergleichen mehr.

Als Ausstellungsraum hat er sich diesmal einen Laden in der Burgdorfer Oberstadt erkoren – Wohnform Herzog am Kronenplatz, das Geschäft für zeitgemässes Wohnraumdesign. «Das ergibt eine gute Wechselwirkung; manche Leute kommen eigens wegen der Kunst ins Geschäft, andere entdecken die Kunst bei einem Besuch unseres Geschäfts», sagt Joyce Herzog.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch