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Adventsjam reloaded

Bei diesem Adventskalender kann man nicht schummeln: Jeden Tag um 8 Uhr gibts vom Kollektiv ­Kellerklang einen selbst geschriebenen Song auf Youtube. Ein Berner Projekt.

Nicht mehr im Keller: Das Kollektiv Kellerklang.
Nicht mehr im Keller: Das Kollektiv Kellerklang.
zvg

Eigentlich wollten Nicole Oderbolz (28) und ihre WG-Gspänli letzten Winter bloss Freunden und Familie die Adventszeit versüssen. Mit einem Adventskalender in Form von 24 eigenen Songs, von denen täglich einer auf Youtube hochgeladen wird. Die Aktion war spontan, deshalb stand die Truppe fortan immer um sechs Uhr auf, um ihre Songs – viel Eigenes aber auch Covers – in einem one-take als Musikvideo aufzunehmen.

Das heisst, der Song muss in einem Durchlauf gelingen, sonst fängt man von vorne an. Das Kollektiv Kellerklang – heute sind das Nicole Oderbolz alias Madura, Tobias Koeberle (26), Marc Amport alias Badour (27) und Stirling Tschan (29) – trägt diesen Namen, weil der Musikraum für die Aufnahmen kurzerhand im Keller der WG eingerichtet wurde.

Die Idee für das Projekt kam nicht von ungefähr. Viele der WG-Mitglieder sind Hobbymusiker. «Wir haben ständig Jamsessions gemacht in unserem Haus», sagt Kinder-und Jugendarbeiterin Oderbolz.

Auf der Facebook-Seite vom Kollektiv Kellerklang steht: «Du solltest dich auf den Winter freuen, denn wir tun es wieder.» Mittlerweile ist das Projekt gewachsen, und die Gruppe hatte dieses Jahr mehr Zeit. Neben Freunden der Gruppe werden auch einige bekannte Gesichter der Berner Musikszene Songs beisteuern. «Die Vision ist es, ein Netzwerk für Musiker im Raum Bern zu erschaffen.

An den Sessions treten Künstler miteinander in Kontakt, so können wieder neue Musikprojekte entstehen», erklärt Oderbolz. Coversongs soll es dieses Jahr keine mehr geben. Und zugunsten einer besseren Qualität hat das Kollektiv technisch aufgerüstet. Selbst der Proberaum ist aufgestiegen, vom Keller ins Wohnzimmer der WG. Wie das Kollektiv Kellerklang klingt? Das erste Törchen ist zum Öffnen bereit.

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