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Der Schweizer, der Michelle Obama knipst und den wahren Michael Jackson kennt

Der Schweizer Starfotograf Henry Leutwyler hat kurz vor Michael Jacksons Tod dessen persönliche Gegenstände dokumentiert. Wie er dazu kam, erzählt er im Interview.

Herr Leutwyler, Sie haben Michelle Obama, Beyoncé und zig weitere Berühmtheiten fotografiert. Ist da das Fotografieren von Gegenständen – auch wenn sie Michael Jackson gehörten – nicht etwas langweilig? Eigentlich bin ich ein Peoplefotograf, aber selbst das Porträt einer Michelle Obama landet am nächsten Tag im Altpapier. Also wollte ich nach über zwanzig Jahren Pressefotografie etwas machen, das von Dauer ist. Weil die meisten Idole von mir wie Elvis, Warhol oder Lennon gestorben sind, bevor ich als Fotograf bekannt wurde, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, diese Leute durch Artefakte wieder zum Leben zu erwecken.

Wie tut man das? Es ist eine Mischung aus journalistischer Recherche und einer Art Archäologie. An die Waffe von John Lennons Mörder zum Beispiel kam ich auf einer New Yorker Polizeistation, wo sie mit den Geschossen, die Lennon töteten, in Vergessenheit geraten war. Bei Elvis wiederum zeigen die vergoldete Beretta, der mit Türkisen verzierte Colt und allerlei FBI-Schnickschnack von der dunklen Seite des Waffennarren Elvis.

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