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Die Kunst des Raps nicht neu erfunden

Über Jahre hinweg wurde der Berner Rap fast ausschliesslich vom Chlyklass-Kollektiv um PVP und Wurzel 5 geprägt. Dass die Einflüsse bis heute nachwirken, zeigt sich auf dem neuen Album «Jesses!» von Fygeludi.

Keine Crew hat Rap aus Bern so stark geprägt wie die Chlyklass. Seit PVPs Erstling «Äsche zu Stoub» aus dem Jahr 1999 hat das Kollektiv unzählige Hits wie etwa «Häng id Luft» oder «Für Di» von Wurzel 5 veröffentlicht. Grob zusammengefasst war den Hits des Kollektivs gemeinsam, dass sie eher vom hohen Wiedererkennungswert durch plakative Refrains als von musikalischer und raptechnischer Virtuosität geprägt waren. Zumindest als Kollektiv stand die Chlyklass von jeher mehr fürs Hemdsärmlige und Bodenständige und weniger fürs Elegante und Weltmännische.

Heute sind aus der Chlyklass noch vornehmlich Greis, Baze und Diens künstlerisch aktiv und haben sich längst von den stilistischen Einschränkungen, die durch die jeweiligen Crews vorgegeben waren, verabschiedet. Vom Rest der Rapper hat man in den letzten Jahren wenig bis nichts mehr gehört. Doch stilistisch sind Wurzel 5 und Co. wegweisend geblieben. So steht auch Fygeludi mit ihrem dritten Album klar in der Tradition des Kollektivs.

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